Für Alleinstehende und kinderlose Eheleute, die beide berufstätig sind, kann es unter finanziellen Gesichtspunkten sinnvoll sein, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Doch Achtung: Vorerkrankungen oder auch ein bestimmtes Alter können zu Risikozuschlägen führen. Für Männer ab 46 Jahren und für Frauen jenseits der 37 ist ein Wechsel meist nicht mehr ratsam. Die anfangs niedrigen Beiträge können in späteren Jahren empfindlich ansteigen. Das Ersparte sollte unbedingt fürs Rentenalter angespart werden, da die Beträge auch bei Ausstieg aus dem Erwerbsleben nicht sinken!
- Angebotsvergleich: In keinem anderen Versicherungsbereich ist ein Preis- und Leistungsvergleich so schwierig. Um einen echten Vergleich anstellen zu können, sollten mindestens 40 Versicherer gecheckt werden.
- Übergang: Angebote sollten immer bei bestehendem Krankenversicherungsschutz eingeholt werden, damit keine Lücken in der Übergangszeit entstehen.
- Lockvogeltarife: Häufig werden gerade jungen Leuten Billigtarife angeboten, in denen viele Leistungen gekürzt sind. Hier ist oft Ärger mit dem Versicherer vorprogrammiert. Wer den Magertarif wählen muss, da er sich einen Normaltarif nicht leisten kann, sollte lieber die Finger von der privaten Krankenversicherung lassen.
- Kinder: Kinder und Lebenspartner ohne Einkommen sind in der privaten Krankenversicherung nicht kostenlos mitversichert. Sie brauchen eigene, beitragspflichtige Verträge.

