Mit kräftigen Rabatten ins neue Jahr: Beim Feilschtest der Verbraucherzentrale NRW ließen Autohändler auf ihren Hauspreis für Neuwagen bis zu 19 Prozent nach.
„Ob Sie´s glauben oder nicht - ich will Ihr Geld nicht!“ Die Aussage eines Kölner Renault- Verkäufers schien das Jahres-Abschluss-Motto einer gebeutelten Branche. 33 Händler in Köln und Düsseldorf fragten die Tester der Verbraucherzentrale, „ob denn nicht doch noch was beim Preis für ihre Neuwagen geht?” Und es ging richtig was ab.
Über durchschnittlich 10,5 Prozent Nachlass durften sich die Tester freuen. Wohlgemerkt – auf den „Hauspreis” und nicht auf die in der Regel weitaus teurere Herstellerempfehlung.
Besonders spendabel zeigten sich die Citroen-, Mazda-, Nissan- und Opel-Dependancen. Hier wurde die 20-Prozent-Marke nur knapp verfehlt. Selbst bei Edelmarken wie BMW fuhren die Tester bis zu 14 Prozent Rabatt für einen 116i ein.
Knickrig zeigte sich allein ein Daewoo- Verkäufer, der partout keinen Euro nachgeben wollte und nur Überführung und Anmeldung zu übernehmen gedachte. Allerdings ist auch dieser Posten nicht zu verachten. Denn die Firmen wollten sich diesen Service im Test mit 500 bis zu 790 Euro separat bezahlen lassen. Wollten - denn am Ende der Verhandlungen verzichtete jeder Dritte auf diese Extrakosten beim Neuwagen-Kauf.
Damit nicht genug. Obendrein hagelte es Zugaben satt: Warndreieck und Verbandskasten, Fußmatten und Einparkhilfe. Bei jedem fünften Gespräch wurden gar komplette Sätze an Winterreifen versprochen.
Und die Verkäufer hatten noch mehr drauf. Fast alle nämlich rieten, zum Teil vehement, vom ausgesuchten Neuvehikel ab. Statt dessen lautete ihr gut gemeinter Schnäppchen-Tipp: Tageszulassung oder Jahreswagen
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