Auf Freizeitveranstaltungen und in Grundschulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus Migrantenfamilien soll die erfolgreiche Aktion der Verbraucherzentrale NRW aus dem vergangenen Jahr "Mach den Boxenstopp – Bring leere Batterien zurück in den Handel" landesweit fortgeführt werden. Mit Unterstützung des Umweltministeriums des Landes NRW und der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) entwickelt die Verbraucherzentrale NRW derzeit ein Konzept, das nicht nur deutsche, sondern verstärkt auch ausländische Kinder zu einem umweltverträglichen Umgang mit verbrauchten Batterien und Akkus im Alltag motiviert. Gemeinsam mit Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg und dem GRS-Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Fricke zog die Verbraucherzentrale NRW heute Bilanz der bisherigen Aktion und stellte Einzelheiten ihrer neuen Umwelt-Initiative vor.
Ob Knopfzelle, Geräteakku oder Batterie: Verbrauchte Energiespender müssen in den Handel oder zur Kommune zurückgebracht werden. Bislang gelangen jedoch nur knapp 40 Prozent von rund 1,2 Milliarden verkaufter Gerätebatterien in die aufgestellten Sammelboxen. Der größte Teil wird nicht sachgerecht entsorgt und recycelt. Um dieses Verhältnis zu verbessern, ist eine intensive Heranführung der Verbraucher an ihre Rückgabepflicht vonnöten. Mit einer vorbildlichen Umwelterziehung kann deshalb nicht früh genug begonnen werden. Aus diesem Grund hatte sich die Verbraucherzentrale NRW im vergangen Jahr das Ziel gesetzt, vor allem junge Verbraucher zwischen acht und zehn Jahren mit den Regeln der Batterierückgabe vertraut zu machen. Sie führte rund 100 Aktionen auf Freizeitveranstaltungen und in Grundschulen durch, um die kleinen Konsumenten mit einem sportlichen Parcours, anschaulichem Comic-Material und einem Gewinnspiel für das Thema zu begeistern. Mehr als 19.000 Kinder wurden in Nordrhein-Westfalen auf spielerische Art und Weise am Beispiel von Batterien und Akkus an sinnvolles Umweltverhalten herangeführt.
Für dieses Jahr ist geplant, die erfolgreiche Aktion auch auf Kinder aus Migrantenfamilien auszuweiten. Denn sie und ihre Familien sind oftmals mit den gesetzlichen Regeln und Kennzeichnungspflichten zum Umweltschutz nicht vertraut. Auch bei den Bestimmungen zur Müllentsorgung und Abfalltrennung kennen sie sich meistens nicht aus. In Geschäften bleibt ihnen die Bedeutung von Kennzeichnungen auf Produkten und Hinweisschildern häufig verschlossen. "Die positive Bilanz unserer Batterie-Aktion hat uns ermutigt, verstärkt auch ausländische Kinder in unsere aktive Umweltbildung einzubeziehen", erklärte Dr. Karl-Heinz Schaffartzik, Vorstand der Verbrau-cherzentrale NRW: "Das Konzept unseres spielerischen Batterie-Boxenstopps eignet sich ideal, um deutsche und ausländische Kinder gemeinsam für ein wichtiges Umweltthema zu gewinnen. Wir wollen damit einen konstruktiven Beitrag zur Integration leisten."
Mit dieser Idee stieß die Verbraucherzentrale NRW beim Umweltministerium und bei der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien auf große Zustimmung. "Für uns ist die Aktion der Verbraucherzentrale NRW eine willkommene Initiative, um auch eine bislang nur partiell erreichbare Gruppe in unsere Aktivitäten für einen besseren Umweltschutz verstärkt einzubeziehen", begrüßte Dr. Jürgen Fricke, Vorstandsvorsitzender der GRS, die weitere Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW. Auch Eckhard Uhlenberg, Nordrhein-Westfalens Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sah im Anliegen der Verbraucherzentrale und der GRS eine große Chance, Migrantenkinder und deren Familien am Beispiel der Batterierückgabe mit dem Umweltschutz in unserem des Land besser vertraut zu machen. "Eine sachgerechte Entsorgung des Abfalls – vor allem der wieder verwertbaren Stoffe – schont unsere Ressourcen und schützt die Umwelt", wünschte der Umweltminister den Akteuren viel Erfolg für ihre Kampagne.
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