Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Weitere Beiträge

Kontakt:
Pressestelle der
Verbraucherzentrale NRW
Mintropstraße 27
40215 Düsseldorf


Audiocodec-Service

So finden Sie uns

Hinweis für Verbraucher: Unter der angegebenen Rufnummer erhalten Sie keine Auskunft oder Beratung

Beratungsstellen

Weitere Beiträge

Adressen zur Veröffentlichung:

Infos für Verbraucher:
Internet: www.vz-nrw.de

Ratgeberbestellungen:
Internet: www.ratgeber-vz.de
E-Mail: ratgeber@vz-nrw.de
Tel: (0211) 38 09 555
montags - freitags: 9.00 bis 16.00 Uhr
Fax: (0211) 38 09 - 235
Verbrauchertelefon NRW:
Tel: 0900-1-89 79 69
(1,86 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

14.03.2006
Schon in jungen Jahren fit werden als Verbraucher
Verbraucherzentrale NRW legt Bildungsstandards vor

Kühe sind lila und Geiz ist geil – damit solche Werbebotschaften nicht zu festen Lebensweisheiten der heranwachsenden Generation werden, können Kinder und Jugendliche nicht früh genug damit beginnen, sich qualifiziert auf das Leben als Verbraucher vorzubereiten. Zum diesjährigen Weltverbrauchertag am 15. März greift die Verbraucherzentrale NRW das bislang eher vernachlässigte Thema Verbraucherbildung auf und fordert eine feste Verankerung von verbraucherrelevanten Bildungsstandards in den Lehrplänen der Schulen. Um eine Diskussion hierüber in Gang zu setzen, legt sie einen ersten Vorschlag vor, der Kernkompetenzen auflistet, die jeder Schulabgänger als geschäftsfähiger Verbraucher beherrschen sollte.

Kinder und Jugendliche sind aktive und einflussreiche Konsumenten. Sie verfügen über eine hohe Kaufkraft, zeichnen sich durch vermeintlich hohes Markenbewusstsein aus und mischen bei den Konsumentscheidungen ihrer Eltern kräftig mit. Damit sind sie jedoch nicht automatisch gut informierte und selbstbestimmt agierende Verbraucher. So herrscht in punkto Finanzkompetenz bei jungen Konsumenten ein wachsender „Analphabetismus“ vor: Bereits sechs Prozent der 13- bis 17-Jährigen haben im Schnitt
370 Euro Schulden. 13 Prozent der 18- bis 20-Jährigen sind mit fast vierfach so hohen Miesen – nämlich mit 1.430 Euro dabei. Aber auch Ärzte und Krankenkassen schlagen Alarm: Der Anteil von übergewichtigen Sechsjährigen hat zwischen 1996 und 2004 um 20 Prozent zugenommen. Jeder fünfte Hauptschulabgänger plagt sich mittlerweile mit Übergewicht und Fettsucht herum.

„Es ist nicht Aufgabe der Schule, individuelles Fehlverhalten beim Konsum zu korrigieren. Dennoch muss Verbraucherbildung ein Basiselement in Schul- und Lehrplänen werden, weil unaufgeklärtes bzw. fehlgeleitetes Konsumentenverhalten oft folgenreiche gesellschaftliche Konsequenzen wie Verschuldung, soziale Benachteiligungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich zieht“, so die Verbraucherzentrale NRW. Die von ihr formulierten Ziele berühren viele gesellschaftlich relevante Themen und fügen sich nahtlos in den allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule ein. Sie plädiert dafür, „dass verbindliche Standards zur Verbraucherbildung Einzug in die Schulen halten sowie bei der Lehrerausbildung und -fortbildung fortan eine feste Rolle spielen.“ Dadurch soll sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler notwendige Kompetenzen, die sie als Verbraucher benötigen, tatsächlich erlangen.

Die Verbraucherzentrale NRW will hierüber eine öffentliche bildungspolitische Diskussion anstoßen und macht einen ersten Vorschlag, der drei Basis-Kompetenzen beinhaltet: Mit der Vermittlung einer allgemeinen Konsumkompetenz, der Finanzkompetenz sowie der nachhaltigen und gesundheitlichen Kompetenz werden die wichtigsten Ziele der Verbraucherbildung abgedeckt. Der Erwerb dieser Kernkompetenzen soll junge Menschen befähigen, auf Preise und Qualität zu achten, adäquat mit Geld und Konsum umzugehen, Werbebotschaften und dubiose Tricks besser zu durchschauen sowie im Zweifel ihre Rechte wahrzunehmen und durchzusetzen. Bei der Erlangung einer nachhaltigen und gesundheitlichen Kompetenz steht die Auseinandersetzung mit sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Aspekten bei Kauf- und Konsumentscheidungen im Vordergrund. Die Verbraucherzentrale NRW appelliert an Schulpolitiker, Lehrerverbände und Elternvertreter, „die jetzt vorgelegten Standards für die Verbraucherbildung im gemeinsamen Dialog weiterzuentwickeln und sich dafür stark zu machen, dass sie künftig zu einem Bestandteil des Unterrichts an allen Schulformen werden.“

Schon jetzt halten die Verbraucherschützer eine Vielzahl unterstützender und didaktisch aufbereiteter Angebote – Materialien, Projektvorschläge oder Schulklassenunterweisungen in Beratungsstellen – bereit, um Verbraucherthemen im Unterricht einen festen Platz zu erobern.

Die „Standards zur Verbraucherbildung“ gibt’s hier als kostenlosen Download.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link214532A.html