Zu Festen gehören sie wie gute Laune: Salate, Torten, belegte Brötchen. Den Appetit verderben können die Befunde der Fachhochschule Münster, die im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW auf 14 Veranstaltungen Proben von insgesamt 43 Speisen genommen hat.
Besucht wurden Reit- und Fußballturniere, Feuerwehr- und Pfarrfeste rund um Münster. Im Visier: die Gesamtkeimzahl und die Belastung mit Escherichia coli. Die Gesamtkeimzahl lässt Rückschlüsse auf den allgemeinen Hygienestatus zu, E.coli ist ein Indikator für fäkale Verunreinigungen. Alle Proben wurden zweimal untersucht: frisch nach dem Kauf sowie nach vierstündiger Lagerung bei Raumtemperatur.
Das Ergebnis: 17 Mal hieß es „igitt“. In drei von zwölf Feinkostsalaten ließen sich zu hohe E.-coli-Werte nachweisen. Dagegen war nur eine Sahnetorte nicht mehr verkehrsfähig. Insgesamt fanden sich in den Torten höhere Gesamtkeimzahlen als in den Salaten.
Bei zwei von sechs Mett-Proben überschritt die Gesamtkeimzahl den Grenzwert. Bei allen Proben war ein deutlicher Anstieg der Gesamtkeimzahl zwischen der ersten und der zweiten Untersuchung zu erkennen. Zudem waren vier Proben zu stark mit E. coli belastet. Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass auf Festen Mettbrötchen aus dem Angebot gestrichen werden sollten.
Auch Brötchen mit Brühwurstscheiben (Mortadella, Bierschinken, Jagdwurst) und Kochschinken erwiesen sich als problematisch. Bei den Wurstbrötchen zeigten fünf von acht Proben nach vierstündiger Lagerung Gesamtkeimzahlen über dem Richtwert. Bei Kochschinken waren es zwei von fünf Proben.
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