"Die deutschen Sparer verschenken Jahr für Jahr Milliarden Euro an Zinserträgen." Darauf weist Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, aus Anlass des Weltspartags am 30. Oktober hin.
Laut Statistik der Deutschen Bundesbank liegen derzeit noch immer rund 107 Milliarden Euro auf normalen Sparbüchern: mit einer Verzinsung von meist unter einem Prozent pro Jahr. Bei gleicher Anlagesicherheit lassen sich mit lukrativen Tagesgeldkonten dagegen jährlich bis zu drei Prozent Anlageertrag erzielen.
Und das nicht nur bei den ohne Filialen und individuelle Beratung agierenden Direktbanken. Auch normale Banken und Sparkassen sind mittlerweile in den Markt mit den Zinsschnäppchen eingestiegen. Meist genügt den Kunden bereits eine kritische Nachfrage bei der Hausbank und der Verweis auf andere Anbieter, um den Zinsertrag nachhaltig zu verdoppeln.
Müllers Aufforderung: "Die Sparer sollten ihre falsche Bescheidenheit aufgeben und von der Hausbank eine marktgerechte Verzinsung ihres Geldes verlangen".
Veranstaltungshinweis:
Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, wird am 30.10.2006 an einer Podiumsdiskussion in der Hauptverwaltung Düsseldorf der Deutschen Bundesbank teilnehmen.
Das Symposium hat den Titel: "Defizite in der finanzökonomischen Allgemeinbildung - Folgen und Risiken für Verbraucher/Innen und Wirtschaft".
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