Beratungs- und Unterstützungsbedarf bei den Akteuren ist vorhanden: Was Sechs- bis Zehnjährige als Pausenfrühstück verspeisen und was in der Schulmensa mittags auf den Tisch kommt, sind Themen, die vor allem die im offenen Ganztagsbetrieb laufenden Grundschulen akut unter den Nägeln brennen. Bereits jetzt bieten in Nordrhein-Westfalen zwei Drittel der Primarschulen neben dem normalen Vormittagsunterricht auch eine Nachmittagsbetreuung an. Auch in einer Stadt wie Krefeld, in der Erst- bis Viertklässlern in 14 von 37 Grundschulen mittags der Magen knurrt, weil sie den Tag in der Schule verbringen, sind Lösungen für eine angemessene Schulverpflegung gefragt.
Doch wie es gelingt, Kindern eine ausgewogene Ernährung schmackhaft zu machen, die auf ihre Vorlieben Rücksicht nimmt, und eine solche Verpflegung – bezahlbar für alle – an einer Grundschule zu organisieren: Mit diesen Problemen stehen Pädagogen und Eltern vielfach alleine da. Damit eine gesunde wie kindgerechte Verpflegung an Schulen Praxis wird, bietet die Verbraucherzentrale NRW jetzt im Projekt „NRW fördert gesunde Ernährung an Schulen“ ein auf die jeweilige Schule, Eltern und Schüler zugeschnittenes Beratungs- und Begleitprogramm an.
Das Motto „Schule isst gesund“ ist gleichzeitig Programm: Grundschulen, die ein auf ihre individuelle Bedürfnislage zugeschnittenes Verpflegungssystem in ihrer Einrichtung etablieren wollen und offen sind für das Thema Ernährungsbildung im Unterricht, werden in allen Organisationsphasen – vom Plan über die Umsetzung bis hin zur Kontrolle – von einer fachkundigen Ernährungsberaterin persönlich begleitet. Eine Einführung in ein genussvolles und gesundes Speisenangebot gehört ebenso dazu wie eine Information über mögliche Verpflegungssysteme mit ihren Vor- und Nachteilen. Die Vermittlung von Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Caterers sowie Hinweise für die Küchenausstattung und Gestaltung des Speiseraumes ergänzen die Beratung. Erlebnisorientierte Anregungen zur Ernährungsbildung im Unterricht und Informationsveranstaltungen für Eltern runden die Maßnahmen im Projektpaket ab.
Alle Schulen, die die mit ihnen erarbeiteten Schritte für gesundes Essen und Trinken an ihrer Einrichtung erfolgreich umsetzen, winkt eine Auszeichnung mit dem Label „Schule isst gesund“. Das Lob in Form eines Logos ist gedacht als Fingerzeig für Eltern, die eine Schule für ihr Kind suchen, die sich auf besondere Weise um die Gesundheitsförderung ihrer Zöglinge verdient gemacht hat.
Interessierte Schulen und Eltern in Krefeld und den anderen vier Städten erhalten nähere Informationen bei der Verbraucherzentrale NRW.
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