Batterien und Akkus gehören nicht in den Müll, sondern in extra grüne Sammelboxen – das weiß in Nordrhein-Westfalen fast jedes Kind. Unter dem Motto "Mach den Boxenstopp – Bring leere Batterien zurück" hat die Verbraucherzentrale NRW allein im letzten Jahr an 50 Schulen und bei 21 öffentlichen Veranstaltungen einen Parcours zum richtigen Umgang mit ausgedienten Energiespeichern durchgeführt. Spiel und Spaß standen im Vordergrund, um rund 13.000 deutschen und ausländischen Kindern beim sportlichen Wettkampf zu vermitteln: Die Rückgabe von Batterien an den Handel ist sinnvolles Verhalten im Alltag! Dass die kleinen Akteure dieses gesteckte (Umwelt-)Ziel spielend erreichten, davon konnte sich heute Morgen prominenter Besuch in der Steinbrink-Grundschule in Dortmund selbst überzeugen. Die Schirmherren der Umwelt-Aktion – Umweltminister Eckhard Uhlenberg, NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller und Dr. Jürgen Fricke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS)", – standen an der Boxengasse und feuerten die Teams der Klasse 4b kräftig an. Gewinner waren nicht nur die kleinen Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Umwelt: Denn alle Wettkämpfer waren sich am Ende des Parcours einig: "Batterien dürfen künftig nicht mehr achtlos weggeworfen, sondern müssen gesammelt werden."
1,4 Milliarden Batterien wurden allein 2005 in Deutschland verkauft. Sind die Energiespender verbraucht, gehören sie in den Handel zurück. Bislang gelangen jedoch nur knapp 40 Prozent ausgedienter Gerätebatterien in die dort aufgestellten Sammelboxen. Ein großer Teil des schadstoffhaltigen Guts wird nicht sachgerecht entsorgt und recycelt. Um dieses Missverhältnis zu ändern, müssen Verbraucher noch intensiver als bisher an ihre Rückgabepflicht herangeführt werden. Mit vorbildlicher Umwelterziehung kann daher nicht früh genug begonnen werden. Grund genug für die Verbraucherzentrale NRW, schon junge Konsumenten zwischen acht und zehn Jahren mit den Regeln der Batterierückgabe vertraut zu machen. Seit zwei Jahren geben ihre Umweltberaterinnen und -berater in Grundschulen und auf Freizeitveranstaltungen den Startschuss zum Boxenstopp-Parcours, um die Jüngsten mit einem sportlichen Wettlauf und anschaulichem Comic-Material für sinnvolles Umweltverhalten zu begeistern. Eckhard Uhlenberg, Nordrhein-Westfalens Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, sah den Übungs-Parcours zur Batterierückgabe als große Chance, "um Kinder und deren Familien mit dem Umweltschutz in unserem Land anschaulich und nachhaltig vertraut zu machen."
Das spielerische Miteinander beim Boxenstopp eignet sich zudem ideal, um deutsche und ausländische Kinder und deren Eltern gleichermaßen für die regelmäßige Batterierückgabe zu gewinnen. Denn gerade sie und ihre Familien sind oftmals mit den gesetzlichen Regeln und Kennzeichnungspflichten zum Umweltschutz nicht vertraut. Auch bei den Bestimmungen zur Müllentsorgung und Abfalltrennung kennen sich ausländische Mitbürger meist nicht gut aus. Und in Geschäften bleibt ihnen die Bedeutung von Kennzeichnungen auf Produkten und Hinweisschildern häufig völlig verschlossen. "Kinder, die aus Spaß Batterie-Nachbildungen auf unserer Rennstrecke sammeln und in eine Sammelbox werfen, üben dabei beiläufig sachgerechtes Umweltverhalten ein. Durch die gezielte Ansprache aller Kinder, ganz gleich welcher Herkunft, leisten wir nebenbei auch einen konstruktiven Beitrag zur Integration", erläutert Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, Sinn und Zweck der multikulturell ausgerichteten Umweltaktion.
Die Idee, auf spielerische Art zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, stieß beim Umweltministerium und bei der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien auf große Zustimmung. "Die Kampagne der Verbraucherzentrale NRW ist für uns eine willkommene Initiative, die es schafft, Schülerinnen und Schüler aller Nationalitäten in gemeinsame Aktivitäten für einen besseren Umweltschutz einzubinden", lobte Dr. Jürgen Fricke, Vorstandsvorsitzender der GRS, die bisherige Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW.
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