Die Hängepartie bei der Förderung von Rußpartikelfiltern in Dieselfahrzeugen hat ein positives Ende gefunden. Die Verbraucherzentrale NRW begrüßt den Beschluss des Bundesrates, die Nachrüster von Rußpartikelfiltern ab 1. April 2007 – auch rückwirkend für 2006 – finanziell zu entlasten und bei Fahrzeughaltern ohne Filter ein maßvolles Schüppchen an Steuern draufzulegen. „Verbraucher werden für ihre Investition in eine saubere Filtertechnik endlich belohnt“, wertet Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, den heutigen Beschluss als doppelten Sieg für Umwelt- wie für den Verbraucherschutz. Sein Appell richtet sich jetzt an die Dieselfahrer: „Sie sollten der Umwelt zuliebe und mit Blick auf mögliche Fahrverbote für Fahrzeuge ohne Filter in Innenstädten ihre ‚Umweltstinker’ schnellstens umrüsten lassen.“
„An erster Stelle ist hierbei jedoch ein Preisvergleich und keine Panikmache angesagt“, so Müller. Denn angesichts steigender Nachfrage könne der Run auf einen Filtereinbau jetzt zu einem Preisanstieg jenseits der im Schnitt veranschlagten 600 Euro führen. Dieselfahrer sollten daher unbedingt mehrere Angebote von Kfz-Betrieben einholen und die Preise vergleichen. Auch wer in Nordrhein-Westfalen in der Warteschlange für den Einbau eines Partikelfilters steht, muss sich nicht sorgen. Die Überlegungen einiger Städte, Fahrverbote in ausgewiesenen Umweltzonen für Dieselfahrzeuge ohne Filter zu verhängen, werden vermutlich in diesem Jahr noch nicht umgesetzt. Stimmen Preis und Termin, sollten Dieselbesitzer ihr Fahrzeug so rasch wie möglich mit einem Umweltfilter ausstatten lassen. „Auf diese Weise lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – nämlich die giftigen Rußpartikel reduzieren und die drohende Steuererhöhung abwenden.“
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
