Die Düsseldorfer Erklärung zum Klimaschutz, die die Umweltministerkonferenz am Donnerstag verabschiedet hat, greift wichtige Forderungen zum Klimaschutz auf. „Heute muss mit der Umsetzung begonnen werden, damit den schönen Worten die dringend notwendigen Taten folgen”, fordert Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.
Die Verbraucherzentrale NRW sieht insbesondere durch Ausbau der Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung erhebliches Potenzial zur Senkung des Energieverbrauchs. Darüber hinaus sichert die Altbausanierung Arbeitsplätze und rechnet sich langfristig für die Verbraucher.
Um die deutsche Vorreiterrolle beim Klimaschutz ernst zu nehmen, dürfen sich die Maßnahmen jedoch nicht auf die Ausschöpfung der technischen CO2-Einsparpotentiale beschränken. Die Verbraucherzentrale NRW fordert daher ein umfassendes Klimaschutzkonzept für NRW und den Bund, das ehrgeizige Reduktionen beim Treibhausgas vorsieht und von der Politik, der Industrie, dem Gewerbe und auch den Verbrauchern verbindlich umgesetzt werden muss.
Neben der Umstellung der Energieversorgung sieht die Verbraucherzentrale Beschränkungen von klimafressenden Haushaltsgeräten, Stand-by-Schaltungen, Glühlampen und Spritschluckern als einen Eckpunkt dieser Klimaschutzoffensive. „Die Politik muss endlich gegen Stromfresser vorgehen. Der so genannte ,Top-Runner-Ansatz´, nach dem innerhalb von drei Jahren alle Produkte den energieeffizientesten Standard erreichen müssen, ist dazu der richtige Weg”, schlägt Klaus Müller vor.
Die Verbraucherinformation über den Energie- und Kraftstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen sind vielfach unzureichend und werden von Industrie und Handel oft nur halbherzig umgesetzt. Eine Überarbeitung der Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten ist überfällig. Zukünftig sollten darüber hinaus endlich auch Neuwagen mit dem farbigen CO2-Label ausgestattet werden müssen, damit die Information über Spritverbrauch und CO2-Ausstoß als Kaufentscheidungshilfe gestärkt wird.
Auch für den Flug- und Reiseverkehr muss die Schonzeit in Sachen CO2-Verbrauchsinformation beendet sein. Die Verbraucherzentrale NRW fordert daher, dass auch bei Flügen über den CO2-Ausstoß der Reise informiert werden muss.
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