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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

23.03.2007
Verbraucherzentrale NRW fordert Ausbau der energetischen Gebäudesanierung, Beschränkung von Klimafressern und Verbesserung der Verbraucherinformation

Die Düsseldorfer Erklärung zum Klimaschutz, die die Umweltminister­konferenz am Donnerstag verabschiedet hat, greift wichtige Forderungen zum Klimaschutz auf. „Heute muss mit der Umsetzung begonnen wer­den, damit den schönen Worten die dringend notwendigen Taten folgen”, fordert Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Die Verbraucherzentrale NRW sieht insbesondere durch Ausbau der Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung erhebliches Poten­zial zur Senkung des Energieverbrauchs. Darüber hinaus sichert die Alt­bausanierung Arbeitsplätze und rechnet sich langfristig für die Verbrau­cher.

Um die deutsche Vorreiterrolle beim Klimaschutz ernst zu nehmen, dür­fen sich die Maßnahmen jedoch nicht auf die Ausschöpfung der techni­schen CO2-Einsparpotentiale beschränken. Die Verbraucherzentrale NRW fordert daher ein umfassendes Klimaschutzkonzept für NRW und den Bund, das ehrgeizige Reduktionen beim Treibhausgas vorsieht und von der Politik, der Industrie, dem Gewerbe und auch den Verbrauchern verbindlich umgesetzt werden muss.

Neben der Umstellung der Energieversorgung sieht die Verbraucher­zentrale Beschränkungen von klimafressenden Haushaltsgeräten, Stand-by-Schaltungen, Glühlampen und Spritschluckern als einen Eck­punkt dieser Klimaschutzoffensive. „Die Politik muss endlich gegen Stromfresser vorgehen. Der so genannte ,Top-Runner-Ansatz´, nach dem innerhalb von drei Jahren alle Produkte den energieeffizientesten Standard erreichen müssen, ist dazu der richtige Weg”, schlägt Klaus Müller vor.

Die Verbraucherinformation über den Energie- und Kraftstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen sind vielfach unzureichend und werden von Industrie und Handel oft nur halbherzig umgesetzt. Eine Überarbeitung der Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten ist überfällig. Zukünf­tig sollten darüber hinaus endlich auch Neuwagen mit dem farbigen CO2-Label ausgestattet werden müssen, damit die Information über Sprit­verbrauch und CO2-Ausstoß als Kaufentscheidungshilfe gestärkt wird.

Auch für den Flug- und Reiseverkehr muss die Schonzeit in Sachen CO2-Verbrauchsinformation beendet sein. Die Verbraucherzentrale NRW fordert daher, dass auch bei Flügen über den CO2-Ausstoß der Reise informiert werden muss.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link311122A.html