Bromierte Flammschutzmittel lösen sich durch Wärme oder Waschen aus dem Kunststoff, gelangen über Luft und Wasser in die Umwelt und reichern sich über die Nahrungskette an. Sie finden sich in Fischen genauso wie im menschlichen Fettgewebe: Bei schwedischen Frauen stieg die Konzentration dieser Stoffe in der Muttermilch in den letzten 20 Jahren deutlich an. Die Belastung in Deutschland liegt in der gleichen Größenordnung. In Europa ist zwar die Produktion bestimmter bromierter Flammschutzmittel zurückgegangen oder ganz eingestellt worden. Der europäische Verbrauch liegt aber noch deutlich über 30.000 Tonnen pro Jahr.
Verbraucherzentrale und WWF empfehlen Ihnen:
- Verlangen Sie Matratzen, Möbel und andere Inneneinrichtungsgegenstände ohne schädliche Flammschutzmittel. Auch Produkttests der Stiftung Warentest oder Ökotest zeigen ungefährliche Alternativen auf.
- Kaufen Sie Computer, Fernsehgeräte oder Kopierer mit dem Blauen Umweltengel. Sie enthalten keine oder deutlich weniger schädliche Flammschutzmittel.
- Elektrokabel und andere Baumaterialien gibt es mittlerweile auch mit umweltverträglicheren Flammschutzmitteln (Ammoniumphosphat, Aluminium- und Magnesiumhydroxid). Fragen Sie beim Kauf nach.

