„Vorfahrt für Kulanz“ fordert Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, angesichts der unklaren Streiklage bei der Deutschen Bahn in dieser Woche: „Die Signale müssen für eine kundenfreundliche Regelung bei der Erstattung bereits gekaufter Fahrkarten stehen! Wer jetzt Tickets zurückgeben will, weil er angesichts der unklaren Streiklage und kaum zu kalkulierender Auswirkungen vorsorglich aufs Auto umsteigt oder Termine absagt, darf nicht mit einer Umtauschgebühr fürs ungenutzte Bahn-Ticket bestraft werden.“ Bahnkunden dürften nicht die Zeche für die festgefahrene Tarifauseinandersetzung zahlen.
Bislang hat die Deutsche Bahn Fahrkarten, die aufgrund eines akuten Streiks ungenutzt blieben, ohne die sonst übliche Gebühr von 15 Euro erstattet bzw. umgetauscht. Zeitkarten wurden anteilig erstattet. Für Tickets zu Sparpreisen mit 25 oder 50 Prozent Rabatt, die vor Beginn einer Reise umgetauscht oder zurückgegeben werden, wird eine Gebühr von 15 Euro fällig.
„Kulanz lautet jetzt das Ticket für die Deutsche Bahn, um die Auswirkungen des Tarifkonflikts am Fahrkartenschalter kundenorientiert zu managen“, macht sich Müller für eine unkomplizierte und kostenlose Rückgabe aller Bahn-Tickets stark.
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