„Umweltberatung für Verbraucher – Ein integriertes Konzept für die Landes- und kommunale Ebene“ – so stand es auf dem von der Verbraucher-Zentrale NRW 1985 erarbeiteten Papier. Drängende Umweltprobleme einerseits sowie ein wachsendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung andererseits waren Anlass ein Beratungskonzept zu entwickeln, damit Nordrhein-Westfalens Bürgerinnen und Bürger im Konsumalltag einen Beitrag zum wirkungsvollen Umweltschutz leisten können: Vom sparsamen Umgang mit Haushaltschemikalien über das Strom- und Wassersparen über Abfallvermeidung bis hin zum Kauf umweltverträglicher Produkte – oder zur Kaufzurückhaltung oder zum -verzicht – reichen dabei die Handlungsmöglichkeiten.
In Lünen und Dortmund nahmen 1986 die ersten Abfall- und Umweltberaterinnen und -berater der Verbraucherzentrale NRW in den Beratungsstellen ihre Arbeit auf – 2008 gibt es dieses Angebot in 17 Städten und zwei Kreisen. Allein 2007 waren sie für rund 70.000 Interessierte in der persönlichen Beratung, bei Aktionen und Veranstaltungen gefragte Ansprechpartner zu Fragen des ökologisch verträglichen Konsumalltags. Fachlich und organisatorisch unterstützt durch eine Gruppe wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Düsseldorfer Geschäftsstelle bietet die Umweltberatung vor Ort nicht nur persönliche Beratung, sondern vielfältige aktionsorientierte Mitmachangebote.
Darüber hinaus werden durch aktive Verbraucherbildung für einen nachhaltigen Konsum Akzente gesetzt, um durch Bildungsmaßnahmen Wissen und Kompetenzen für ein gesundheitsförderndes, umwelt- und sozialverträgliches Verhalten zu vermitteln. Aktionen zu Themen wie „Umwelt- und Gesundheitsschutz im Kinderzimmer“, zu „Umweltfreundlicher Mobilität“ oder zum Umgang mit „Sondermüll“ stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Unterrichtsbesuche und Projektwochen in Schulen und Kindergärten.
Nicht zuletzt: Auch für Kommunen ist die Dienstleistung Abfall- und Umweltberatung attraktiv, weil sie die Pflichtaufgabe „Abfallberatung für Verbraucher“ kostengünstig an die Verbraucherzentrale NRW delegieren können.

