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Beratungsstellen

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Wenn die Pfändung droht


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Chronik

1958
21.07.: Engagierte Frauen- und Familienverbände gründen die Landesarbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände des Landes NRW e.V.( LAGV) in Düsseldorf. Die Stellung der Verbraucher in der sich konsolidierenden Marktwirtschaft zu verbessern – so das ehrgeizige Ziel des Zusammenschlusses von sieben Landesorganisationen bereits bestehender verbrauchernaher Verbände, darunter der Deutsche Hausfrauenbund, der Verband der Konsumgenossenschaften und der Landesverband der Mietervereine.

Verbraucher sollen – so die Satzung – über "marktwirtschaftliche Fragen unterrichtet und zu zweckmäßigem und sinnvollem Verhalten am Markt" befähigt werden.
Dr. Elisabeth Lünenbürger wird zur ersten Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft, Anny Tackenberg zu ihrer Stellvertreterin gewählt.

In Beratungsstellen der Gründungsverbände gibt es Beratung vor dem Kauf und zu technischen Haushaltsgeräten, hauswirtschaftliche Kurse sowie Wohn- und Einrichtungsberatung.

02.10.: Eröffnung der Beratungsstelle Hagen

1959
02.05.: Gründung der "Verbraucherzentrale" als Abteilung der Landesarbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände. Jedes Vorstandsmitglied der Gründungsverbände bemüht sich, eine örtliche Beratungsstelle in die Verbraucherzentrale einzubringen.

Die Beratungsstelle Wuppertal öffnet im Mai 1959 ihre Pforten. Damit ist Verbraucherberatung in sieben NRW-Städten präsent.

22.05.: Offizielle Eröffnung der Verbraucherzentrale NRW

Dezember: Der "Mitteilungsdienst" erscheint erstmals – drei- bis fünfmal im Jahr wird hierin fortan über die Arbeit aus der Verbraucherzentrale berichtet und Beiträge zur theoretischen und praktischen Verbraucherpolitik werden veröffentlicht.
Übrigens: Schon immer begnügte sich die Verbraucherzentrale nicht mit der individuellen Beratung Ratsuchender, um die Rolle von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu stärken. Sie unternahm in "Wirtschaftsgesprächen" mit Ministerien und Gremien schon früh Ansätze zur verbraucherpolitischen Interessenvertretung, um drängende Probleme des privaten Haushalts zu lösen. So war hierbei etwa die schwierige Lage am Kartoffel-, Fleisch und Buttermarkt, die 1959 zu erheblichen Preissteigerungen geführt hatte, das zentrale Thema.

1960
März: Erstmals erstellt die Verbraucherzentrale einen "Marktbericht": Ehrenamtliche aus den Mitgliedsverbänden sowie aus den örtlichen Arbeitsgemeinschaften der Verbraucherverbände ermitteln bei wöchentlichen Marktbesuchen Lebensmittelpreise – für Kartoffeln, saisonales Obst und Gemüse oder Butter. Über Aushänge werden Ratsuchende informiert, um Orientierung über Angebote und Preise zu gewinnen.

Am 3. Mai 1960 wird die Beratungsstelle Bochum eröffnet.

1961
In den Beratungsstellen erleben Koch-, Wasch-, Bügel- und Einkaufskurse einen Boom. In der "Wirtschaftsgeldberatung" wird die Information über die "zweckmäßige Verwendung der dem Haushalt zur Verfügung stehenden Geldmittel" zum Thema.

Im März 1961 wird in Düsseldorf die fünfte Beratungsstelle eröffnet.

1962
Rund ein Dutzend Beratungsstellen – und rund 16 Millionen Einwohner in NRW, die Verbraucherberatung und -information durch eine anbieterunabhängige Einrichtung einfordern. Mit einem Vortragsdienst wird Wissenswertes zum kleinen Verbrauchereinmaleins auch in den Städten an Mann und Frau gebracht, in denen es noch keine Beratungsstelle gibt.

Am 12. April wird die Beratungsstelle Gelsenkirchen eröffnet.

1964
Die erste Ausgabe der "Verbraucherpost" erscheint: "10 goldene Einkaufsregeln" waren hier nachzulesen.
Am 2. März wird die Beratungsstelle Aachen eröffnet.

1965
Seit 1965 haben Verbraucherverbände dank einer Novellierung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) das Recht, gerichtlich gegen unlautere Verkaufs- und Werbemethoden der Anbieterseite vorzugehen. Die im UWG verankerte Klagebefugnis hat die Verbraucherzentrale NRW vielfach genutzt, um unzulässige Geschäftspraktiken generell zu untersagen: Abmahnungen gegen Verzugszinsklauseln von Banken, Verfahren gegen Partnervermittlungsfirmen wegen unzulässiger Schadenspauschalen bei der Vertragsauflösung oder gegen unzulässige Gewinnspielwerbung sind dafür Beispiele.
15. Februar: Eröffnung der Beratungsstelle Dortmund

1966
17. Mai: Eröffnung Beratungsstelle Bielefeld

16. September: Eröffnung Beratungsstelle Iserlohn

Der Vereinsname wird in "Landesarbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale NRW e.V." geändert

1967
Der Verbraucher-Express geht für die Ernährungsberatung auf die Reise: Mit Filmen und Ton-Diaschauen wird informiert, wie man Gesundes preiswert auf den Teller bringt.

6. bis 11. November: Erste bundesweite Verbraucherwoche unter dem Motto "Gut beraten – gut gekauft" mit zahlreichen Großveranstaltung in NRW

Im Juni 1967 wird Oberhausen als vorläufig letzte (bis 1973) Beratungsstelle eröffnet.

1968
Spezialberatungen werden in Kooperation mit anderen Verbänden ausgeweitet;

das Themenspektrum wird vielfältiger: Auch Fragen zur Energieversorgung und -anwendung, zu Textilien und zur Althauserneuerung wollen beantwortet werden.

1969
"Wirtschafte mit Gewinn – Pack den Verstand ins Portemonnaie – so das Motto der zweiten bundesweiten Verbraucherwoche.
28. November: Memorandum der Verbraucherzentrale NRW zur Intensivierung der Verbraucheraufklärung in Nordrhein-Westfalen

1970
5. Mai: Änderung des Vereinsnamens in Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – Landesarbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V.

1971
Die erste Planstelle für eine Verbraucherberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW selbst wird bewilligt.

Die TOP 5 der Beratungsthemen zu Beginn der siebziger Jahre sind:
1. Geräte und Hausrat: 40.500 Anfragen
2. Verträge, Warenkunde, Marktwirtschaft: 26.600
3. Ernährung: 14.600
4. Wohn-, Heiz- und Textilberatung: 13.240
5. Budgetberatung: 4.200

18. Oktober: Dritte bundesweite "Verbraucherwoche" mit den Schwerpunkten "Vernünftiges Verhalten bei Kaufkraftverlust", "Umweltschutz als Verbraucherproblem" sowie Neuorganisation der Verbraucherarbeit

November: Erste "Aktion Preistest" in Köln

1972
Der Gesamtetat der Verbraucherzentrale NRW beträgt knapp 1 Million Euro.

Durchschnittlich 6.500 Ratsuchende werden in den jetzt elf Beratungsstellen pro Jahr gezählt – 11.000 Beratungen zu den vielfältigen Verbraucherthemen weist der Jahresbericht 1972 aus.
Die Schiedsstelle für Textilreinigungsreklamation nimmt bei der Verbraucherzentrale ihre Arbeit auf – fast 200-mal nehmen die Fachleute mit Unterstützung des XXX unter die Lupe, ob unsachgemäße Behandlung Ursache fürs verkorkste Outfit nach dem Bad in der chemischen Waschmaschine war.

Außerdem: Am bisherigen Domizil an der Prinz-Georg-Straße wird es zu eng – die Verbraucherzentrale zieht an ihren heutigen Standort in der Mintropstraße 27 um.

1973
Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ruft die Verbraucherzentrale zum Fleischverzicht für zwei Wochen auf.
"Wir wollen den totalen Fleischboykott!" – so der Aufruf angesichts massiver Preissteigerungen.
Metzger reagieren auf Demonstration von Verbrauchermacht mit Preisnachlässen und Sonderangeboten
1973 nimmt die Schuh-Schlichtungsstelle ihre Arbeit auf.
Vierte bundesweite "Verbraucherwoche" unter dem Motto "Gemeinsam für vernünftige Preise".
Am 21. Oktober wird die Beratungsstelle Mönchengladbach eröffnet.

1974
5. April: Verabschiedung eines "Kurz- und mittelfristigen Ausbauprogramms der Verbraucherzentrale NRW" durch die Mitgliederversammlung

Juni: Vorlage des Ausbauprogramms

1. Juli: Integration der Beratungskräfte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in die Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale

Im Oktober wird die Beratungsstelle Marl eröffnet.

Oktober: Die Verbraucherzentrale NRW veröffentlicht als erste Verbraucherorganisation Verbraucherinformationen für ausländische Mitbürger in sieben Sprachen

"Kaufen mit Strategie", "Preisvergleiche" und "Gerätefilme" lauten die Titel der Filme, die die Verbraucherzentrale NRW jetzt im Rahmen der Verbraucheraufklärung einsetzt.

Im November wird die Beratungsstelle Krefeld eröffnet.

1975
Die Leitung für den telefonischen Ansagedienst wird geschaltet: Unter 11606 sind hier bundesweit für 23 Pfennig pro Minute aktuelle Verbraucher- und Einkauftipps an der Strippe zu hören. Bis 1988 werden hier im Jahr zu 52 Themen Hinweise für Verbraucher gegeben.

Überhaupt: Beratung und Information über das Angebot in den inzwischen 14 Beratungsstellen hinaus wird großgeschrieben. Ein Bus als mobiles Informationszentrum bringt 1975 in 20 Städten ohne Beratungsstelle Verbraucherwissen auf Tour, als gefragte Experten von Printmedien wie auch von Hörfunk und Fernsehen machen die Experten der Verbraucherzentrale gute Quoten.
Im Oktober wird die Erstausgabe der "Verbraucher-Nachrichten" veröffentlicht.

Die fünfte bundesweite "Verbraucherwoche" steht unter dem Motto "Kluge kaufen kritisch".

Am 6. Februar wird die Beratungsstelle Duisburg und am 13. Juni die Beratungsstelle Münster eröffnet.

1976
Die Einrichtung einer Aussiedlerberatungsstelle im Durchgangswohnheim Unna-Massen ist augenfälliges Portal für die Neuausrichtung der Verbraucherarbeit: Mit dem Zustrom von Spätaussiedlern aus Polen oder Russland nach Nordrhein-Westfalen wurde eine Gruppe zum Marktpartner, für die marktwirtschaftliche Regeln Neuland war. Mit Verbraucherinformationen in sieben Sprachen hatte die Verbraucherzentrale für die Aus- und Übersiedler aus Osteuropa Wegweiser aufgelegt, um sich über Verbraucherrechte und -pflichten zu informieren.

Die Mitgliederversammlung der Verbraucherzentrale NRW beschließt Grundzüge eines Ausbauprogramms.

Die Beratungsstellen Essen, Köln und Recklinghausen der Arbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft werden übernommen. Im Januar wird die Beratungsstelle Lünen eröffnet. Im Oktober die Beratungsstellen in Solingen und Siegen.
Die Verbraucherzentrale NRW führt im Oktober die erste Untersuchung zur Einhaltung der Preisangabenverordnung durch.

1977
Das Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen tritt in Kraft: Verbraucherverbänden wird hierin Klagebefugnis eingeräumt, wenn Anbieter im Kleingedruckten ihrer Verträge unzulässige Klauseln verwenden: Allgemeine Geschäftsbedingungen von Möbelhändlern, Fitnessstudios, in Strom- und Gaslieferverträgen oder von Konzertveranstaltern hat die Verbraucherzentrale NRW seither unter anderem auf den Prüfstand gestellt.

In ausgewählten Beratungsstellen übernehmen Honorar-Rechtsanwälte die Rechtsberatung.

Der nordrhein-westfälische Landtag beschließt auf Empfehlung des Wirtschaftsausschusses einstimmig ein verbraucherpolitisches Programm.

Vom 12. bis 17. September findet die sechste bundesweite "Verbraucherwoche" unter dem Motto "Neue Rechte für Verbraucher" statt.

Im September wird auch eine – von Honorarrechtsanwälten getragene – Reklamationsberatung in acht Beratungsstellen eingeführt.

Am 17. September wird die Beratungsstelle Kamen eröffnet.

Im November wird eine Architekten-Schlichtungsstelle in Düsseldorf eingerichtet.

Im Dezember legt die Verbraucherzentrale NRW eine "Konzeption der Verbraucherarbeit in NRW" vor.

1978
Auch in NRW startet die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände Bonn – der Dachverband der 16 Verbraucherzentralen – die Honorar-Energieberatung: Ingenieure oder Architekten sind hierbei stundenweise in den Beratungsstellen im Einsatz, um über rationellen Energieeinsatz oder Energiesparmöglichkeiten in Haus und Wohnung zu beraten.

Die Mitgliederversammlung der Verbraucherzentrale NRW beschließt im November eine Satzungsänderung, u a. die Umwandlung des ehrenamtlichen Vorstandes in einen Verwaltungsrat.

Die "Verbraucher- und Einkaufstips" des telefonischen Ansagedienstes sind nunmehr unter der einheitlichen Rufnummer (0) 11 606 von jedem Ort aus zum Ortstarif erreichbar.

Die Beratungsstellen Lüdenscheid, Wesel und Moers werden eröffent.

1979
Start des Btx-Feldversuchs: Die Verbraucherzentrale NRW entwickelt ein anbieterunabhängiges Informationsangebot für den Bildschirmtext der Deutschen Bundespost mit mehreren tausend Seiten.

Wann "Kaffeefahrten für Senioren" kalter Kaffee sind, nimmt eine viel beachtete Aufklärungskampagne in den Blick.
1. Juli: Neustrukturierung der Verbraucherzentrale NRW
Einrichtung eines hauptamtlichen Vorstandes unter dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Dr. Karl-Heinz Schaffartzik.

8. bis 12. Oktober: Siebte bundesweite "Verbraucherwoche" unter dem Motto "Lebensmittelqualität – Wunsch und Wirklichkeit"

9. Oktober: Eröffnung Beratungsstelle Rheine

4. November: Eröffnung Beratungsstelle Herne

27. November: Eröffnung der Beratungsstelle Kamen

29. November: Eröffnung der Beratungsstelle Lübbecke

1980
Die Verbraucherzentralen erhalten die Befugnis zur außergerichtlichen Rechtsbesorgung. Bei der Verbraucherzentrale NRW wird die Abteilung Verbraucherbildung eingerichtet: Verbraucherthemen halten Einzug in Kindergärten und Schulen.

Am 11. Februar wird die Beratungsstelle Düren eröffnet.
Am 9. Juli wird die Beratungsstelle Mülheim eröffnet.
Am 2. Oktober wird die Beratungsstelle Bottrop eröffnet.
Am 4. November wird die Beratungsstelle Minden und am 5. November die Beratungsstelle Hamm eröffnet.

1981
Die Verbraucherzentrale NRW gibt erstmals "Verbraucher Aktuell" heraus. Monatlich erscheint nun die eigene vierseitige Zeitung, in der selbst recherchierte Verbraucherthemen aufgegriffen werden.

Die Medienarbeit wird intensiviert: Wöchentlich werden Redaktionen nun mit "Tipps" der Verbraucherzentrale NRW beliefert, in denen Handlungsempfehlungen zu aktuellen Fragestellungen des Verbraucheralltags gegeben werden.

Die Beratungsstellen Leverkusen und Castrop-Rauxel werden eröffnet.

1982
Die Verbraucherzentrale NRW ruft angesichts drastischer Benzinpreissteigerungen zum Boykott von ARAL auf – die Abstimmung mit den Füßen zeigt Wirkung.

Kürzungen öffentlicher Zuwendungen führen dazu, dass Broschüren und Ratgeber nur noch kostenpflichtig abgegeben werden: Start des Ratgeberverkaufs mit der Publikation "Gärtnern ohne Gift" und "Giftdepot Mülleimer". Auch für die Textilschlichtung und die Teilnahme an VZ-Diätclubs müssen Verbraucher von nun an zahlen.

Proteste Kölner Bürger verhindern, dass der städtische Zuschuss für die Beratungsstelle gestrichen wird.

Das Arbeitsgebiet des Rechtlichen Verbraucherschutzes wird hin zur kollektiven Interessenvertretung ausgerichtet.

1983
Bundesweite Aktion gegen sittenwidrige Kreditverträge von Teilzahlungsbanken: Etwa 15.000 Verträge aus den Jahren 1975 bis 1979 wurden überprüft – die Mehrzahl der übersandten Ratenkreditverträge wurde als wucherähnlich und damit nichtig bewertet. Mehr als 15.000 Einzelverträge wurden rechtlich überprüft

Der Verbraucherpass wird eingeführt: Hiermit kann Verbraucherarbeit gefördert und zugleich spezielle Beratungsleistungen kostenfrei in Anspruch genommen werden.

"Einkaufen ohne Sprachbarrieren" für türkische Frauen lautet ein neues Kursmodell der Verbraucherzentrale NRW, um für den Konsumalltag hierzulande fit zu machen.

So genannte Spezialberatungen werden aufgebaut; z. B. Versicherungsberatung durch Honorarkräfte.

1984
Die "Infothek", das Verbraucherselbstinformationssystem, wird in den Beratungsstellen eingeführt.
Seit 1984 können auch die Test-Hefte der Stiftung Warentest in den Beratungsstellen gekauft werden.

1985
Die Verbraucherzentrale NRW intensiviert die sozialorientierte Arbeit, Fortbildungen von Multiplikatoren in Wohlfahrtsverbänden, Kommunalverwaltungen und Unternehmen gehören nun zum Arbeitsprogramm.

Am 17. April wird die Beratungstelle Dinslaken eröffnet.

1986
Die "Umweltberatung für Verbraucher" geht an den Start: Mit einem integrierten Konzept für die Landes- und kommunale Ebene antwortet die Verbraucherzentrale NRW auf zunehmende Anfragen zu ökologischen Themen. In Lünen und Dortmund nehmen die ersten Abfall- und Umweltberaterinnen ihre Arbeit auf; heute ist sie mit diesem Beratungsangebot in 16 Städten und zwei Kreisen präsent.
Am 1. Mai 1986 tritt das Gesetz über den Widerruf von Haustürgeschäften in Kraft – und bringt eine Flut von Rechtsberatungen in die Beratungsstellen.

Die Beratungstellen Detmold und Paderborn werden eröffnet.

1987
war das Jahr der Mikrowellen, Wäschetrockner, Video-Geräte und Heim-Computer – dies jedenfalls sind die Spitzenreiter der Beratungsnachfrage.

Die Verbraucherzentrale NRW beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne "Vorsicht Spraydosen", um gegen die Verwendung von FCKW als Treibmittel in Spraydosen zu Felde zu ziehen.

Die Beratungsstellen Bergisch-Gladbach und Troisdorf werden eröffnet.

1988
Bei der Verbraucherzentrale NRW wird die Gruppe Finanzdienstleistungen eingerichtet.

Die Beratungsstellen Gütersloh und Bergheim werden eröffnet.

1989
Der Binnenmarkt wirft seine Schatten voraus: Die Verbraucherzentrale NRW arbeitet jetzt im Institut Européen Interregional de la Consommation (I.E.I.C.) mit, einem Zusammenschluss westeuropäischer regionaler Verbraucherorganisationen. 1989 werden mit den Partnern aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Spanien drei Untersuchungen durchgeführt: Preisvergleiche von gängigen Automarken und von Mikrocomputern sowie ein Kostenvergleich über Verbraucherkredite und private Girokonten. Ziel der Studien: erhebliche Preisunterschiede zwischen den Ländern verdeutlichen, unterschiedliche nationale Standards in den Rechtsbeziehungen zwischen Käufern und Verkäufern aufdecken sowie Regelungsbedarf im nationalen wie europäischen Verbraucherschutz aufzuzeigen.

Die Beratungsstellen Gronau und Ahlen werden eröffnet.

1990
Das "Jahr der deutschen Einheit" prägt auch den Arbeitsalltag der Verbraucherzentrale NRW: Sie unterstützt die Verbraucherzentrale in Brandenburg – NRWs Partnerland – intensiv beim Aufbau.

Eine Repräsentativerhebung des Bielefelder EMNID-Instituts im November 1990 ergab: Einem von jeweils drei Bürgern, die nach Einrichtungen, die sich mit "Problemen der Verbraucher beschäftigen" gefragt werden, fällt spontan die Verbraucherzentrale bzw. Verbraucherberatung ein.

Das landesgeförderte Projekt "Erweiterte Energieberatung" für Verbraucherinnen und Verbraucher geht an den Start: In zehn Städten und Kreisen NRWs – Aachen, Arnsberg, Beckum, Bielefeld, Dortmund, Kreis Minden-Lübbecke, Rietberg/Verl, Schwerte, Solingen und Wuppertal – gibt es nunmehr nicht nur anbieterunabhängige Beratung rund um rationelle Energieverwendung und die Nutzung unerschöpflicher Energiequellen, sondern erstmals das Angebot zur "Rechnergestützten Gebäudediagnose", um den energetischen Ist-Zustand des Gebäudes zu bestimmen und auf dieser Grundlage Sanierungsempfehlungen zu entwickeln.

Im Januar eröffnet die Beratungsstelle Dorsten.

Wachsende Aufnahmezahlen von Spätaussiedlern aus Polen und Russland bringen auch Nachfrage in die Beratungsstellen: In einem Pilotprojekt konnte die Verbraucherzentrale NRW 1990 erstmals in der Beratungsstelle Münster – finanziell durch die Stadt gefördert – Aus- und Übersiedler durch zahlreiche Veranstaltungen auf den hiesigen Konsumalltag vorbereiten und Einzelberatungen in polnischer Sprache anbieten.

1991
Mit dem "Dreijährigen Verbraucherpolitischen Aktionsplan" erklärte sich die Europäische Kommission 1989 bereit, auch auf lokaler Ebene Pilotprojekte zur grenzüberschreitenden Verbraucherarbeit zu unterstützen. Für die Verbraucherzentrale NRW fiel 1991 mit dem EUREGIO-Projekt der Startschuss für diese Pionierarbeit: Als erstes Projekt mit deutscher Beteiligung nahm die "EUREGIO Konsumentenadvisering Verbraucherberatung" im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei Enschede/Nordhorn/Gronau ihre Arbeit auf.

In Arnsberg eröffnet die 50. Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW.

Im Juli eröffnet die Beratungstelle Velbert.

1992
"Stop für Kinderfänger! Weg mit Kinderprodukten aus Kassenzonen" – im Februar 1992 läutete die Verbraucherzentrale NRW eine Kampagne ein, um Süßigkeiten, Spielzeug und anderen Produkten für Kinder in Kassenzonen die rote Karte zu zeigen. Und damit dem programmierten Konflikt ums Habenwollen und -dürfen zwischen Eltern und Kindern ein Ende zu bereiten. Über 60.000 Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Unterschriftenaktion.

Start der eigenen Hörfunk-Infos – ein Sendeangebot für alle nordrhein-westfälischen Lokalsender

Ein weiteres grenzüberschreitendes Projekt kommt hinzu: Die grenzüberschreitende Verbraucherberatung im Dreiländereck in Aachen gemeinsam mit der Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien in Eupen und Planpraktijk in Heerlen.

11. Mai: Eröffnung Beratungsstelle Remscheid.

11. September: Eröffnung der Beratungstelle Dormagen.

9. Dezember: Eröffnung der Beratungsstelle Brühl.

1993
Landtagsbeschluss "Vorsorgender Verbraucherschutz: Motor für Wirtschaft und Umwelt – Konzept für die Verbraucherpolitik 2000 in NRW": Das Land erklärt sich zur Finanzierung der Geschäftsstelle und zur Übernahme von 50 % der Kosten einer Beratungsstelle bereit, sofern die Kommune die andere Hälfte übernimmt. Da in rund zwei Drittel aller Städte, in denen die Verbraucherzentrale NRW eine Beratungsstelle eingerichtet hatte, der kommunale Finanzierungsanteil deutlich unter 50 Prozent lag, mussten intensive Verhandlungen mit den Kommunen geführt werden. Angesichts knapper kommunaler Etats ein Gesprächsmarathon, um für 30 Beratungsstellen die anteilige Finanzierung zu erreichen – ein Fehlschlagen hätte deren Schließung bedeutet.
Mitunter deutliche öffentlichkeitswirksame Signale waren notwendig, um Politiker zu bewegen, die notwendigen Mittel im Etat vorzusehen. Erfreulich: Nach zehnjährigen Verhandlungen wurde die anteilige 50-Prozent-Finanzierung mit 30 Kommunen erfolgreich vereinbart.

Urlauber, denen die Koffer wieder vor die Tür gesetzt wurden, weil der Reiseveranstalter das Zimmer nicht bezahlt hatte; Touristen, die tagelang in Wartehallen ihrem Rückflug entgegenharren mussten – Reiseveranstalter-Pleiten bestimmten 1993 die Schlagzeilen: für mehr als zehntausend Urlauber wurden die vermeintlich schönsten Wochen des Jahres zum Flop ihres Lebens. Wer kommt für finanzielle Schäden auf? – so die heiß diskutierte Frage. Staatshaftung wegen verspäteter Umsetzung der EG-Pauschalreise-Richtlinie – so die Antwort der Verbraucherzentrale NRW.

Außerdem: Die Verbraucherzentrale NRW fordert ein "Recht auf Girokonto auf Guthabenbasis".

Das Modellprojekt "Wohnberatung für ältere Menschen" geht an den Start.

24. März: Eröffnung der Beratungsstelle Alsdorf.

1994
Seit Februar 1994 erhebt die Verbraucherzentrale NRW für viele ihrer Beratungsangebote Entgelte: Ratsuchende werden nunmehr in vertretbarem Rahmen an den Kosten für das Beratungsangebot beteiligt. Vordringliche Aufgabe der Verbraucherzentrale NRW war es, Ratsuchenden deutlich zu machen, dass "Verbraucherberatung Geld wert ist" und zu erläutern, dass Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihr Entgelt letztlich dieses professionelle Beratungs- und Informationsangebot sichern.

"Spar Dir den Müll" – unter diesem Motto hatte sich auf Initiative der Verbraucherzentrale NRW im April 1994 erstmals ein breites Aktionsbündnis der kommunalen Spitzenverbände und dem BUND NRW zusammengefunden, um überflüssigem Verpackungsmüll durch vielfältige öffentlichkeitswirksame Aktivitäten eine Abfuhr zu erteilen.

Auf dem Düsseldorfer Flughafen gab die Verbraucherzentrale NRW mit einem Aktionsstand eine "Letzte Warnung vor dem Abflug": Sie gab Reisenden mit auf den Weg, Time-Sharing-Drückerkolonnen am Urlaubsort die kalte Schulter zu zeigen.

In den Beratungsstellen startet ein Pilotprojekt zur Einführung von Entgelten.

1995
Beinah 90 Prozent der Ratsuchenden hat der Besuch der örtlichen Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW bei der Lösung ihres Problems weitergeholfen – das jedenfalls brachte die Befragung an den Tag, die das Institut für angewandte Verbraucherforschung im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW durchgeführt hatte.
In den Beratungsstellen wird EDV eingeführt.

23. März: Eröffnung der Beratungsstelle Euskirchen.

1996
Eine Verbraucherbefragung ergibt: Die "Kundschaft" ist mit den Leistungen der Verbraucherzentrale NRW zufrieden.

Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren mit der Verbraucherzentrale NRW auf der Fachtagung "Herausforderung Sustainability – Konzepte für einen zukunftsfähigen Konsum".

1997
Die Verbraucherzentrale NRW geht online: Unter www.vz-nrw.de bietet sie erstmals anbieterunabhängige Verbraucherinformation im World Wide Web.

Erstmals bietet die Verbraucherzentrale NRW Baufinanzierungsberatung an: Dieses Angebot finanziert sich – wie die Versicherungs- und später die Altersvorsorgeberatung – ausschließlich aus Entgelten.

23. Oktober: Eröffnung der Beratungsstelle Siegburg.

Die Verbraucherzentrale NRW eröffnet im Frühjahr 1997 eine erste Pflegeberatungsstelle im Kreis Unna – im Januar 1998 geht die zweite Pflegeberatungsstelle im Kreis Aachen an den Start.

1998
Das Pilotprojekt zur Mietrechtsberatung wird in den Beratungsstellen gestartet.

1999
Für den richtigen Anschluss bei Verbraucherfragen beinah rund um die Uhr sorgt seit April 1999 das Verbrauchertelefon der Verbraucherzentrale NRW. Damit hatten nun auch die Bürgerinnen und Bürger einen direkten Draht zur Verbraucherzentrale NRW, die bislang weite Wege vom Besuch fern hielten oder die wegen schlechter Erreichbarkeit aufgrund vielfach überlasteter Telefonleitungen in den örtlichen Beratungsstellen mit ihren Verbraucherproblemen beim Besetztzeichen stecken blieben. Heute beantwortet das "Verbrauchertelefon NRW" etwa 25.000 Anfragen pro Jahr.

31. August: Eröffnung der Beratungsstelle Bonn.

2000
Mitte Mai schafft die nordrhein-westfälische Landesregierung das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – mit der Bezeichnung dieses neu strukturierten Ressorts hat sie bundesweit erstmals ein Signal gesetzt, dass Verbraucherschutz als gleichberechtigtes Aufgabengebiet angesehen wird. Das Web-Debakel rund um Dialer bestimmte den Arbeitsalltag: Im September 2000 hatte die Verbraucherzentrale NRW vor dem Herunterladen von kostenträchtigen Wählprogrammen aus dem Internet gewarnt.

Start des Modellprojekts "Bürgerorientierung des Gesundheitswesens" als Ergänzungsangebot in drei Städten, um wirkungsvolle Rezepte bei Fragen und Problemen rund ums Gesundheitssystem zu bieten.

Der Förderverein der Verbraucherzentrale NRW wird gegründet.

2001
Mehr als zehn Jahre lang war die "Euregio Grenzüberschreitende Verbraucherberatung" in Gronau im deutsch-niederländischen Grenzgebiet Anlaufstelle für Fragen des grenznahen Verbraucheralltags. Als "Europäisches Verbraucherzentrum (evz)" startete das Projekt unter Federführung der Verbraucherzentrale NRW ins Jahr 2001: Zielsetzung war es nun, sich europäischer Konsumfragen aller Bürgerinnen und Bürger des Landes anzunehmen – denn immer mehr Menschen hierzulande sammeln "europäische Einkaufserfahrungen".

Die Schlichtungsstelle Nahverkehr der Verbraucherzentrale NRW wird aufs Gleis gesetzt: Seit September 2001 vermittelt sie zwischen reklamierenden Fahrgästen und Verkehrsunternehmen.

Seit November 2001 ist checked4you – das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW – im Netz.

2002
Mit zwei Internet-Foren bot die Verbraucherzentrale NRW von Oktober 2001 bis Dezember 2002 die Möglichkeit, Euro-Erfahrungen und Teuro-Frust mitzuteilen. Über 900 Anbieter räumen Preiserhöhungen ein.

Schließung der Beratungsstelle Lübbecke.

9. Dezember: Eröffnung der Beratungsstelle Langenfeld

Mit der Schuldrechtsreform erhalten die Verbraucherverbände das neue Instrument der Muster- und Sammelklage: Damit wird ihnen das Recht eingeräumt, auch Forderungen von Verbrauchern einzuklagen. In einem ersten Verfahren hat die Verbraucherzentrale NRW Anfang 2002 das Zinsentwicklungsversprechen einer Sparkasse auf Justitias Prüfstand gestellt – Verfahren zum Missbrauch von EC-Karten oder zur Wirksamkeit von Preisanpassungsklauseln in Gaslieferverträgen folgten.

Futur eins
Unter dem Motto "Unser Land wird zukunftsfähig" läutet die Verbraucherzentrale NRW die Kampagne "futur eins" ein: Hierbei hat sie sich zum Ziel gesteckt, den abstrakten Begriff des "nachhaltigen Handelns" und Bemühungen um einen zukunftsfähigen Lebens- und Konsumstil mit konkreten Anregungen für den Verbraucheralltag zu füllen.

2003
Das Europäische Verbraucherzentrum Düsseldorf stellt die Umsetzung der europäischen Gewährleistungsrichtlinie auf den Prüfstand. Im Praxistest bei 600 Händlern von Elektrohaushalts-Kleingeräten stellte die Verbraucherzentrale NRW zuhauf Patzer bei der Gewährleistung fest: Berechtigte Reklamationen von Kunden innerhalb der neuen gesetzlichen Gewährleistungsfrist wurden oftmals grundlos abgewiesen. Nur 262 Händler hatten sich bereit erklärt, für die monierten Geräte aufzukommen.

Der Bundesgerichtshof zeigt in einem von der Verbraucherzentrale NRW erstrittenen Urteil gegen eine Sparkasse undurchsichtigen Zinsklauseln in Millionen von Sparverträgen die rote Karte.

Mit ihrer Aktion "Geld zurück beim Kartenklau" greift die Verbraucherzentrale NRW den Missbrauch gestohlener EC- und Kreditkarten auf.

Mit Hilfe eines Bürgerbegehrens wird die Schließung der Verbraucherzentrale in Bergisch Gladbach abgewendet.

2004
Die Verbraucherzentrale NRW begleitete den Start des digitalen Antennenfernsehens in zwei großen nordrhein-westfälischen Sendegebieten mit Beratungs- und Informationsangeboten bürgernah und kompetent.

Im Projekt "Energieberatung 2000+" führte die Verbraucherzentrale NRW zwischen 2000 und 2004 insgesamt rund 57.000 Beratungen durch. Die kostenpflichtigen Vor-Ort-Beratungen wirkten wie ein echtes Investitionsprogramm: Die Empfehlungen der Fachleute der Verbraucherzentrale NRW wurden zu fast 80 % in energetische Sanierungen umgesetzt.

Der Beirat der Verbraucherzentrale NRW wird gegründet.

2005
Risiken des Grauen Kapitalmarkts, neue Angebote zur Internet-Telefonie und unseriöse Nebenverdienst-Offerten waren die Themen 2005. Die Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW werden in Kooperation mit der Stiftung Warentest erstmals im Buchhandel vertrieben.

2006
Vorstandswechsel: nach 27 Dienstjahren geht der Vorstand, Dr. Karl-Heinz-Schaffartzik, in den Ruhestand. Nachfolger wird Klaus Müller, ehemaliger schleswig-holsteinischer Umweltminister

Bei der Verbraucherpolitischen Fachtagung "Wegmarken für die Zukunft der Verbraucherarbeit" diskutiert die Verbraucherzentrale NRW Modelle und Modalitäten zur künftigen Finanzierung von Verbraucherarbeit. Der Förderverein der Verbraucherzentrale NRW pfeift unter der Überschrift "Anbietermitfinanzierung als gesellschaftliches Engagement von Unternehmen" "ANFIV" an.
Mit der Gründung der "Verbraucherschutzstiftung in NRW" legt die Verbraucherzentrale NRW das Fundament, um das finanzielle Engagement Einzelner zur Förderung des Verbraucherschutzes zu ermöglichen.

Mehr als 12.000 Ratsuchende beschweren sich 2006 über ungebetene Anrufe von Firmen, die ihnen so Produkte und Dienstleistungen unterschieben. "Kein Abschluss unter dieser Nummer" lautet das Motto der Informationskampagne der Verbraucherzentrale NRW, um cold calling die Leitung zu kappen.

Die Schulden- und Verbraucherinsolvenzberatung der Verbraucherzentrale NRW wird als Erfolgsmodell gelobt: Die Evaluation durch eine Unternehmensberatung im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie und Integration bestätigte, dass hier ein überdurchschnittliches Pensum umfassender Entschuldungsfälle erledigt und zudem ein unbürokratisches Sofortprogramm für Existenz sichernde Hilfestellungen angeboten wird.

2007
Ein Novum in der Geschichte der Verbraucherzentrale NRW: Im Juli 2007 haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Verbraucherzentrale erstmals eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz geschlossen. In dem Übereinkommen verpflichten sich beide Seiten, den Verbraucherschutz gezielt zu stärken und die Informationsangebote für Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande zu sichern. Damit hat die Landesregierung auch eine langfristige Zusage zur Förderung dieser Einrichtung gemacht.

"Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen." – so lautete das Motto der bundesweiten Kampagne der Verbraucherzentralen, mit der sie zwischen August 2007 und Februar 2008 zum Anbieterwechsel aufforderten. Bei der Verbraucherzentrale NRW mündete die Wechselstimmung in ausgebuchten Beratungsterminen und einem Run auf begleitende Materialien und Tarifvergleiche.

Im Kampf gegen überhöhte Gaspreise hat die Verbraucherzentrale NRW 2007 einen Etappensieg errungen: Das Landgericht Dortmund gab ihrer Sammelklage gegen RWE Westfalen-Weser-Ems statt. Der Versorger muss Forderungen aus überhöhten Gasrechnungen zurückzahlen, weil es nach Ansicht der Richter hierfür keine wirksame Rechtsgrundlage gegeben habe.




Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-nrw.de/link485581A.html