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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

11.12.2008
Sechs Paketdienste im Weihnachts-Check der Verbraucherzentrale NRW

Wer Weihnachtspakete verschicken will, muss sich sputen. Die Verbraucherzentrale NRW hat bei sechs Kurierdiensten nachgefragt, bis wann die Geschenke auf Reise gehen müssen. Ergebnis: Ab Donnerstag, den 18. Dezember, beginnt innerhalb Deutschlands der Endspurt der pünktlichen Zustellung zum Fest.

Die Vorgabe war: ein Paket, fünf Kilogramm schwer und 35x35x15 Zentimeter groß, rechtzeitig unter den Christbaum zu legen – und zwar innerhalb Deutschlands, der Europäischen Union und in den fernen USA. Das schaffen die sechs befragten Firmen – DHL, GLS, Hermes PaketService, UPS, Illoxx und Der Courier - mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und zu unterschiedlichen Preisen.

Innerhalb Deutschlands: Wer dieses Jahr Weihnachtspakete verschicken will, sollte sich Donnerstag, den 18. Dezember, dick anstreichen. Bis zu diesem Tag nämlich sichern alle befragten Dienste zu, Aufträge rechtzeitig abzuwickeln. Danach wird´s von Tag zu Tag enger mit der Auswahl. Während Iloxx am 19. Dezember keine Zusicherung mehr geben mag, steigen am Samstag, den 20. Dezember, GLS und Der Courier aus der normalen Zustell-Hatz aus.

Wer noch später verschicken muss, sollte DHL, den Hermes PaketShop oder UPS kontaktieren. Bei diesen Firmen soll es nach eigenen Angaben reichen, wenn die Sendung am Montag, den 22. Dezember, vormittags aufgegeben wird. Danach wird die pünktliche Zustellung zur Glückssache.

Wichtig: Der Courier und Iloxx setzen auf einen etwas anderen Service. Da beide Firmen auf Filialen verzichten, holen die Fahrer Pakete direkt an der Haustür ab. UPS und DHL offerieren diesen Service nur für besonders schwere Pakete (ab 10 Kilogramm aufwärts) und gegen Aufschlag.

Innerhalb der Europäischen Union: Hier variiert die Versandzeit bei allen Anbietern je nach Entfernung und Erreichbarkeit des Zielortes. So braucht zum Beispiel Der Courier für ein Paket ins nahe Holland drei Tage; ins ferne Finnland kann es schon mal sechs Tage dauern. Die meisten Lieferdienste empfehlen, Pakete, die eine weite Reise vor sich haben, spätestens am Mittwoch, den 17. Dezember aufzugeben. Eine Garantie, dass die Sendung die Lieben auch pünktlich erreicht, ist das nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem rät zum Beispiel DHL, bis zum 12. Dezember zur Tat zu schreiten.

In die USA:: Auch Weihnachtspakete in die USA können bei manchen Anbietern noch wenige Tage vor Heilig Abend aufgegeben werden – und trotzdem just in time in Santa Claus’ Sack landen. Bei UPS sollte man zwei Arbeitstage für die Reise einplanen, beim USA-Express von Der Courier zwei bis drei Arbeitstage. Die Übersee-Reise reißt aber - wie die Finanzkrise - tiefe Löcher ins Portemonnaie. Denn die zwei Konkurrenten liefern nur per extra-teurem Express nach Übersee. Der Courier kassiert 76 Euro, UPS sogar satte 166 Euro.

Einen billigeren Standardversand in die USA gibt es nur bei DHL, für vergleichsweise bescheidene 32 Euro. Haken dabei nur: Für eine pünktliche Zustellung hätte das Paket bereits am 5. Dezember verschickt werden müssen. Alternativ rät DHL zu Paket International Premium. Für 48 Euro soll die Sendung in 6 bis 7 Arbeitstagen auf dem Luftweg ihr Ziel erreichen.

Unterschiedliche Preise: Vergleichen lohnt sich nicht nur beim Tempo, sondern auch bei den Preisen. Das ist allerdings nicht ganz einfach. Denn die Anbieter berechnen ihre Preise auf unterschiedliche Weise: nach Größe, nach Gewicht oder nach genormten Paketformaten, die meist von S bis XL reichen.

Beim Paket der Verbraucherzentrale - fünf Kilogramm, 35 x 35 x 15 Zentimeter groß - schwanken die Kosten für den Standard-Versand innerhalb Deutschlands heftig: Am günstigsten ist Hermes mit 4,30 Euro. Mit Abstand folgt GLS mit 5,90 Euro. Bei DHL, UPS, Der Courier und Iloxx muss man zwischen rund sieben und fast neun Euro berappen. Rabatte winken mitunter, wenn Kunden einen Online-Paketschein vor Abgabe der Sendung selbst ausfüllen und ausdrucken.

Preisunterschiede gibt´s auch beim Standard-Versand innerhalb der Europäischen Union. Das Weihnachtspaket in die Niederlande etwa kostet zwischen 13,70 Euro (GLS) bis 18 Euro. Generell gilt dabei die Regel: Je weiter die Reise, umso höher die Kosten; nach Athen kommt’s also teurer als nach Amsterdam.

Wer bereit ist, ordentlich drauf zu zahlen, der kann den Kurieren Beine machen. Die meisten nämlich bieten einen so genannten Express- oder Premium-Versand an. Vorteil dabei: Es gibt in der Regel eine Garantie für die pünktliche Zustellung.
Innerhalb der Bundesrepublik kosten besonders fixe Pakete 19,40 Euro (DHL) bis rund 33 Euro (UPS). Teurer ist der extra-schnelle Transport ins Ausland: Bei UPS zum Beispiel zahlt man nach London 132 Euro - da rechnet es sich allemal, frühzeitig an die Verschickung der Weihnachtspräsente zu denken.





Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link526041A.html