In einem Schreiben an NRW-Energieministerin Christa Thoben und an die energiepolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen verlangt der NRW-Verbraucherzentralenvorstand, drei wesentliche Aufgaben zu berücksichtigen:
- Mindestreserve für Gas: Analog zur Ölreserve benötigten die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union einen ausreichenden Gasvorrat. Es sei für alle Mitgliedsstaaten dringend erforderlich, unabhängiger von künftigen Konflikten und einer von Russland angekündigten "Gas-OPEC" zu werden. Ein Ausbau der Speicherkapazitäten trüge dazu bei, klimatisch bedingte Verbrauchsschwankungen auszugleichen und die Versorgungssicherheit in Deutschland und in Europa zu stärken. "Hierzu muss den Gasversorgern eine verbindliche Auskunftspflicht über den Stand der Vorräte und ein reibungsloses europaweites Management zur Versorgung ins Aufgabenbuch geschrieben werden", so Müller.
- Weniger Abhängigkeit auf dem Gasmarkt: Um im Krisenfall wirksamer auf Störfälle reagieren zu können, müsste die Energieeffizienz flächendeckend verbessert werden – etwa durch eine stärkere Förderung von Gebäudesanierungen sowie den Ausbau der energieeffizienten Kraft-Wärme-Koppelung und von erneuerbaren Energien.
- Ausbau der Verbraucherrechte: "Private Endkunden brauchen eine verbindliche Liefergarantie beim Gas sowie klar geregelte Schadensersatzansprüche, sollte es dennoch zu Versorgungsengpässen kommen", fordert der Verbraucherzentralenchef abschließend.
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