Bei der Verbesserung des Angebots und dem Abbau von Schwellenängsten hat das Projekt in den vergangenen drei Jahren wichtige Weichen gestellt. So ist es nicht nur gelungen, Nutzer, Dienstleister und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, zur Ermittlung von Qualitätskriterien für die Nutzung und Akzeptanz haushaltsnaher Dienstleistungen kontinuierlich an einen Tisch zu bekommen. Die daraus entwickelten Handlungsansätze für eine gesicherte Qualität und mehr Vertrauenswürdigkeit bei professionellem Haushaltsservice wurden parallel in drei Modellkommunen –
Duisburg,
Gelsenkirchen und
Mülheim – unter Federführung der Verbraucherzentrale hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit erprobt. Um die Qualitätskriterien darüber hinaus möglichst zahlreichen Nutzern zugänglich zu machen, liegen die Prüfsteine kostenlos als Checkliste im Internet zum Download oder in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale zum Abholen bereit. Die Qualitätskriterien dienen darüber hinaus auch als Basis einer Datenbank im Internetauftritt der Verbraucherzentrale NRW: Hierin finden sich Dienstleister aus Nordrhein-Westfalen, die sich auf die Einhaltung dieser Qualitätskriterien verpflichtet haben. Derzeit sind dort für Nordrhein-Westfalen rund 250 Anbieter aufgeführt. Wichtig: Die Angaben in der Datenbank basieren auf Selbstauskünften der Anbieter. Es erfolgt keine Prüfung durch die Verbraucherzentrale NRW. Dass diese Zusammenarbeit auf Vertrauensbasis funktioniert, zeigt ein Blick auf die ebenfalls im Internet eingerichtete Beschwerdestelle: Dort sind lediglich zwei Beanstandungen aufgeführt und geklärt worden.
Mit Blick auf die vergangenen drei Jahre ist es der Verbraucherzentrale NRW und dem Generationenministerium gelungen, mit dem Projekt nachhaltige Entwicklungen anzustoßen: Durch die gute Vernetzung und die grundlegende Arbeit wird das Thema "Haushaltsnahe Dienstleistungen" weiter in der Diskussion bleiben. An wichtigen Aufgaben wird es jedenfalls künftig nicht mangeln: Gilt es doch, sich weiterhin für mehr Transparenz und Kundenorientierung bei kostenpflichtiger Hilfe im Alltag stark zu machen sowie Angebot und Nachfrage nach qualifizierten haushaltsnahen Dienstleistungen in den Kommunen zu stärken. Ein weiterer Ansporn ist auch, das für viele ältere Menschen bedeutsame Thema über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
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