Grund- und Arbeitspreis
Was Kraftstoff kostet, weiß jeder Autofahrer. Dagegen bleiben für viele Haushalte der Strompreis und damit auch die Höhe der Stromkosten ein Buch mit sieben Siegeln. Das liegt vorrangig an der Zweigliedrigkeit des Strompreises: Der setzt sich – neben anderen Bestandteilen – vor allem aus einem vom jeweiligen Verbrauch unabhängigen Grundpreis (zum Teil auch aus einem Grund- sowie einem Mess- und Verrechnungspreis) und einem Arbeitspreis zusammen. Der Arbeitspreis (angegeben in Cent pro Kilowattstunde) wird nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnet. Arbeitspreis bzw. verbrauchte Kilowattstunden sind dabei die zentralen Größen für die Höhe der Stromrechnung.
Neben der Höhe des Strompreises entscheidet der Stromverbrauch über die jährlichen Stromkosten. Wer die mittels Tarifrechner vergleichen will, muss deshalb seinen Stromverbrauch kennen. Aus der letzten Rechnung des derzeitigen Stromversorgers lässt sich der Verbrauch des Vorjahres ermitteln. Je genauer der durchschnittliche Jahresverbrauch taxiert wird, desto zielsicherer ist die Suche nach dem günstigsten Anbieter.
Vorkasse
Über die Eingabe von Jahresstromverbrauch und jeweiliger Postleitzahl stellen die Tarifrechner die passenden Stromangebote zusammen. Die Vollständigkeit der Angebote hat die
Stiftung Warentest bei elf verschiedenen Stromtarifrechnern untersucht und bewertet. Bei der Benotung blieb allerdings unberücksichtigt, ob alle in den Tarifrechnern präsentierten Stromangebote auch vorteilhaft für die Verbraucher sind. So verlangen manche Stromversorger Vorkasse: Dabei zahlt der Kunde einen Jahres- oder Halbjahresbetrag, noch bevor die erste Kilowattstunde Strom geliefert worden ist. Provisionen
Risiken birgt auch eine weitere Aufälligkeit: Die Betreiber der Rechner erhalten bis auf einen (Energieverbraucherportal) allesamt erfolgsabhängige Vermittlungsprämien. Oft weisen Voreinstellungen der Tarifrechner Interessenten in die Richtung von Billigangeboten und locken mit einem unbürokratischen Wechsel per Onlineabschluss. Doch gerade bei den angeblichen Stromschnäppchen (zum Beispiel Vorkasseangebote) klagen viele Verbraucher über Probleme beim Stromanbieterwechsel.
Unsere Empfehlung: Vor Abschluss eines (Online-)Vertrages sollten Sie die Angaben der Tarifrechner durch eigene Recherchen beim neuen Anbieter absichern – denn alle Tarifrechner übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit der dargestellten Konditionen.

