Dass Batterien und Akkus nicht in den Müll, sondern in die grünen Sammelboxen gehören, das soll in Nordrhein-Westfalen jedes Kind wissen: Mit dem auffordernden Motto "Bring leere Batterien zurück" will die Verbraucherzentrale NRW bereits kleinen Nutzern batteriebetriebener Gameboys und Co. vermitteln, dass ausgepowerte Energiespender am besten ins Geschäft zurückgebracht werden.
Die Aktion, die an 50 Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen Station macht, wird finanziell unterstützt von der Stiftung "Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien" (GRS Batterien). Die Hamburger Non-Profit-Organisation übernimmt bundesweit die einheitliche und flächendeckende Rücknahme ausgedienter Batterien und Akkus. Schirmherr der Aktionstage ist Landesumwelt- und Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg. Er überzeugte sich heute in einer Aktionsstunde mit Viertklässlern der Griechischen Ergänzungsschule in der Lacombletstraße in Düsseldorf davon, dass die Batteriesammlung die einfachste Umweltschutzübung der Welt ist. Gemeinsam mit GRS Batterien-Vorstand Georgios Chryssos und NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller stellte er sich den Fragen der kleinen Akteure und unterstützte sie aktiv beim Batterie-Wurfspiel.
Anlass für die Aktionstage ist das Inkrafttreten des Batteriegesetzes zum 1. Dezember 2009, das die bisher geltende Batterie-Verordnung ablöst. Das neue Gesetz schreibt unter anderem eine Rückgabequote von 35 Prozent bis 2012 und von 45 Prozent bis 2016 vor.
Eine ansprechende Sachaufklärung ist für Umweltminister Uhlenberg daher dringend geboten: "Von den 1,5 Milliarden verkaufter Batterien und Akkus werden noch zu wenige nach Gebrauch zurückgegeben und können deshalb auch nicht recycelt werden. Landen die Batterien im Restmüll oder in der Umwelt, dann können schädliche Inhaltsstoffe die Umwelt belasten, aber auch viele wertvolle Rohstoffe gehen verloren." Um die Rückgabequote zu erhöhen, müssten alle Verbraucher intensiver an die Rückgabe herangeführt werden. Die Aktionstage der Verbraucherzentrale NRW richten sich insbesondere an Kinder mit Migrationshintergrund und binden auch die Eltern mit einem mehrsprachigen Brief ein.
"Kinder, die bei unserem Wurfspiel begeistert Batterie-Nachbildungen in eine übergroße Sammelbox werfen, üben dabei ganz beiläufig sachgerechtes Umweltverhalten ein", erläutert GRS Batterien-Vorstand Chryssos, dessen Stiftung die Aktionstage unterstützt: "Spaß und Spiel stehen an erster Stelle, wenn sich die Kids mit der Rückgabe und dem Verwertungskreislauf von Batterien und Akkus beschäftigen."
"Mit einer vorbildlichen Umwelterziehung, die jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, kann nicht früh genug begonnen werden", erklärt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, das Konzept: "Viele Materialien zum Anschauen und Ausprobieren wecken das Interesse der Kinder am Thema. So soll etwa der Wurf von riesigen Batterie-Attrappen in eine überdimensionierte Sammelbox den jungen Akteuren deutlich machen, wo ausgepowerte Kraftzellen eigentlich hingehören – nämlich in die grüne Sammelbox beim Handel oder den Kommunen. Im anschließenden Duo-Spiel erfahren sie dann, dass aus alten Batterien und Akkus zum Beispiel Stahl hergestellt wird und das recycelte Zink Autos vor dem Rosten schützt."
Damit das Zurückgeben schon zu Hause klappt, erhalten alle Kinder nach der Aktion eine Überraschung und vor allem eine kleine Batterie-Sammelbox für die Schublade zu Hause.
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