Ein schwarzer Kasten, eine je nach Stromverbrauch langsam oder schnell rotierende Scheibe, eine Ziffernanzeige: So etwa sieht er aus, der Stromzähler in unserem Keller. Doch dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören - zumindest wenn es nach dem Willen der Politik geht. Die Revolution im Zählerkasten sieht futuristisch aus und klingt verheißungsvoll: Smart Meter, der intelligente Stromzähler. Er soll den Stromverbrauch transparent und private Verbraucher zu "Energiemanagern ihres Haushalts" machen. Doch was bringt uns die neue Technik wirklich?
Was ist ein Smart Meter?
Smart Meter heißt übersetzt soviel wie intelligenter Zähler. Die Geräte, die nach und nach die mechanischen Zähler ersetzen sollen, messen elektronisch den Verbrauch von Strom und Gas, Wasser oder Wärme. Sie zeichnen die Verbrauchsmengen und die tatsächliche Nutzungszeit digital auf und leiten die entsprechenden Daten in regelmäßigen Abständen zum örtlichen Netzbetreiber bzw. dessen Zählerlieferanten weiter. Der Kunde erhält die Informationen über seinen Verbrauch dann wöchentlich oder monatlich per Post. Schneller geht es per Internet. Bei manchen Zählern kann der Verbrauch unmittelbar auf einem Display im Haushalt oder/und einem eigenen Online-Verbrauchskonto in Echtzeit abgelesen werden. Mehr
Ist der Einbau intelligenter Zähler Pflicht?
In Deutschland besteht derzeit keine Pflicht für alle Haushalte, die alten Zähler durch Smart Meter zu ersetzen. Ausnahme: Für Neubauten und bei größeren Renovierungen an bestehenden Gebäuden schreibt der Gesetzgeber seit dem 1. Januar 2010 den Einbau der neuen Zählergeneration zwingend vor.
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Welche Vorteile hat der Kunde von Smart Meter?
Die Stromversorger werben mit Slogans wie "Energie einsparen, Energiekosten senken und Umwelt und Klima schonen" für die neue Technik. Richtig ist: Wenn man seinen aktuellen Verbrauch kennt, kann man Energie effizienter nutzen und Kosten sparen. Smart Meter schaffen die Voraussetzungen für Energieeinsparungen, sind allein allerdings noch keine Garantie dafür. Ob und wie jeder Einzelne die zusätzlichen Informationen nutzt, die die intelligenten Zählern liefern, bleibt erst einmal jedem Verbraucher selber überlassen.
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Wie teuer sind die intelligenten Zähler?
Momentan sind erst einige wenige Energieversorger mit neuen Zählern und Tarifangeboten auf dem Markt. Einige Beispiele liefert die nachstehende Übersicht.
Im Pilotprojekt "StromManager" (von August bis Oktober 2008) haben die Stadtwerke und das Umweltamt Düsseldorf sowie die Verbraucherzentrale NRW erste Erfahrungen beim Einbau von intelligenten Zählern gesammelt. Dabei wurden rund 1.000 Haushalte mit fernauslesbaren Stromzählern ausgestattet, um im Probebetrieb die Praxistauglichkeit zu überprüfen. An diesem Projekt hat sich die Verbraucherzentrale beteiligt, um bereits in einer frühen Phase der Technikeinführung zum Wohle der Verbraucher Chancen zu erkennen sowie Risiken auszuschließen oder zumindest zu minimieren.

