Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Beratungsstellen

Ratgeber zum Thema:

Zum Ratgeber-Shop

Aktuelle Ergebnisse der

Stiftung Warentest

Toilettenpapier

Drei klare Sieger

Küchenrolle, Taschentücher und Co.: Der Absatz von Hygienepapieren aus Recyclingfasern geht stetig zurück

Küchenrollen und Toilettenpapier, Papiertaschen­tücher und -servietten verbrauchen die Deutschen inzwischen en masse. Im Schnitt bringt`s jeder auf rund 18 Kilogramm im Jahr, noch einmal sieben Kilogramm mehr als vor zehn Jahren. Um die hohe Nachfrage zu stillen, wächst der Markt für Papierprodukte aus frischen Fasern rasant. Dagegen nimmt der Absatz von Recycling-Alternativen stetig ab. Immer mehr Papierfasern für den deutschen Markt stammen aus Brasilien – auch von ökologisch umstrittenen Plantagen. Die Verbraucher­zentrale NRW rät deshalb, beim Kauf von Hygienepapieren besonders auf die Rohstoffe zu achten. Denn die Fasern sind nach einmaligem Gebrauch für den Papierkreislauf verloren. Wer jedoch in Supermärkten und Drogerien nach umweltfreundlichen Produkten Ausschau hält, steht einer Vielzahl - oft auch fragwürdiger, von Herstellern selbst kreierter - Logos gegenüber:
  • Blauer Engel: Mit dem rechtlich Blauer_Engel Altpapiergeschützten Zeichen sind Verbraucher grundsätzlich auf der sicheren Seite. Die Hersteller erhalten das Siegel nur für einen bestimmten Zeitraum. Hygienepapiere mit dem Link öffnet in neuem FensterBlauen Engel werden zu hundert Prozent aus Altpapier gemacht. Der Einsatz von problematischen Farbsubstanzen, chlorhaltigen Bleichmitteln und anderen schädlichen Chemikalien ist verboten. Wer Hygienepapiere aus Altpapier anstelle von Frischfaserpapier wählt, hilft der Umwelt mehrfach. Es wird vor allem die Ressource Wald/Holz geschont, denn für diese Produkte muss kein Baum gefällt werden. Die mit der Papierproduktion verbundenen Emissionen von Klimagasen werden reduziert und der Wasserverbrauch sowie die Abwasserbelastung gesenkt.

  • FSC-Siegel: Hinter Link öffnet in neuem FensterFSC (Forest Stewardship Council) FSC-Logoverbirgt sich eine internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für eine ökologisch und sozial verantwortliche Nutzung von Wäldern einsetzt. Bei FSC-gekennzeichneten Papieren stammen die Holz­rohstoffe aus zertifiziertem Holz und aus kontrollierten Quellen bzw. Altpapier. Bei der Herstellung werden allerdings keine Umweltkriterien wie beispielsweise Energie- und Wasserverbrauch oder der Einsatz von Chemikalien berücksichtigt. Produkte mit dem FSC-Zeichen sind deshalb im Vergleich zu Waren, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, nur die zweitbeste Wahl.

  • PEFC-Siegel: Das Link öffnet in neuem FensterZeichenPEFC-Logo steht für ein internationales Zertifizierungssystem von Organisationen aus der Wald- und Holzwirtschaft. Die Papiere mit dem PEFC-Siegel werden aus frischen Holzfasern, die aus zertifizierter Waldwirtschaft stammen, hergestellt. Es kann ein Anteil aus Altpapier beigemischt werden. An die Vergabe sind geringere ökolo­gische und soziale Kriterien geknüpft als beim FSC-Siegel. Die Auszeichnung sagt nichts über die eingesetzten Chemikalien sowie den Energie- und Wasserverbrauch bei der Produktion aus.

  • Aufdruck "100 Prozent Zellstoff aus Holz kontrollierter Herkunft": Der Hinweis auf Servietten, Küchenrollen und Toilettenpapier ist ein selbstkreiertes Logo der Hersteller. Neben dem Aufdruck auf der Ware erläutern fünf Kriterien, weshalb der Rohstoff besonders nachhaltig und umweltfreundlich ist. Auf Nachfrage der Verbraucherzentrale NRW konnten die Hersteller die Einhaltung der Kriterien nicht eindeutig belegen. Da die Papiere mit dieser Kennzeichnung nicht aus Altpapier, sondern aus neuen Fasern hergestellt werden, sind sie nicht empfehlenswert.
  • Alternative zu Wegwerfprodukten: Wer die Bäume lieber im Wald stehen lassen möchte, statt sich beispielsweise mit ihren Frischfasern die Nase zu schnäuzen, sollte bei Taschentüchern, Küchenrollen und Servietten zu Varianten aus Stoff greifen.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link671591A.html