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"Green IT": Die richtige Technik für Klimaschützer

Kunden im Computer-Laden haben keine Chance: Nach einem rundum umweltfreundlichen PC mit Qualitätslabel halten sie dort nach wie vor vergeblich Ausschau. Das Null-Angebot steht in scharfem Kontrast zu den Hymnen auf ökologisch saubere Informations- und Kommunikationstechnologie (IT) – von Herstellern gern als "Green-IT" besungen.
Frau am PC_
Foto: istochphoto_Silvrshootr

In den Händen halten die Käufer fast durchweg PC ohne verlässliches Siegel. Und das liegt nicht an ihrem Unwillen, sich ökologisch zu orientieren, sondern schlicht am Versagen der Fabrikanten, solche Modelle in den Handel zu bringen. Ein Laptop mit Link öffnet in neuem FensterBlauem Engel? Im Laden kein einziger. Ein Computer mit der Link öffnet in neuem FensterEuroblume, dem europäischen Pendant? Die Nadel im Heuhaufen. Die Verbraucherzentrale NRW fordert deshalb die Hersteller auf, ihre Produkte endlich zertifizieren zu lassen und für mehr Transparenz bei der Klima- und Umweltschutzbilanz von PC & Co. zu sorgen.

Immenser Energieverbrauch schon vor dem ersten Druck auf die On-Taste


In den Geschäften recht häufig vertreten ist bislang allein das Siegel Link öffnet in neuem FensterEnergy Star. Gütezeichen Energy_Star Es zeichnet Produkte mit niedrigem Energieverbrauch während des Betriebs aus. Das ist ein wichtiger Aspekt; für eine ökologische Gesamtbilanz ist oftmals jedoch der Energieverbrauch entscheidend, der anfällt, bevor der Computer erstmals eingeschaltet wird. Denn bis Laptop, Handy und Co. gut verpackt im Laden liegen, ist bereits von der Rohstoffgewinnung über den Transport zum Produktionsstandort bis hin zur Herstellung und dem langen Weg zum Fachhandel eine immense Menge an Energie nötig – manchmal mehr, als ein Gerät während seiner Nutzungsdauer verbraucht.

Auf diesen Energieverbrauch schon vor dem ersten Druck auf die On-Taste kommt es umso mehr an, als die neueste Technik zunehmend schneller veraltet. Und diesen Trend steuert die Industrie ganz bewusst. Sie entwickelt ständig neue Software, die nur auf Geräten mit noch mehr Leistung läuft. So werden IT-Fabrikate immer mehr zu einem Wegwerfprodukt, für dessen Fertigung Energie en masse verbraucht wurde.

Bislang kein Label, das alle Öko-Aspekte berücksichtigt


Blauer EngelEinige Label wie Link öffnet in neuem FensterBlauer Engel, Link öffnet in neuem FensterEuroblume und Link öffnet in neuem FensterTCO-Zeichen Guetezeichen TCOschließen zwar Kriterien wie "Langlebigkeit" und "Wiederverwertbarkeit" ein. Es gibt aber bislang kein Öko-Label für IT-Produkte, Label Euroblumedas den kompletten Produktionsprozess, den Betrieb und die Entsorgung vollständig einbezieht.
Die Verbraucherzentrale setzt sich dafür ein, dass die bestehenden Umweltzeichen künftig alle für eine Ökobilanz wichtigen Aspekte berücksichtigen.

Weitere Informationen:

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-nrw.de/link677431A.html