Bei einem ist’s Milch, beim anderen sind’s Hausstaub, Nickel oder Blütenpollen – etwa jeder vierte Bundesbürger leidet an allergischen Erkrankungen. Tendenz steigend. Die neue Ausstellung "Allergien: Besser schützen – wirksam vorbeugen" der Verbraucherzentralen zeigt jetzt Wege auf, wie man Auslöser von Allergien meidet und den Verlauf von Erkrankungen günstig beeinflusst. Finanziert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat die Verbraucherzentrale NRW zehn Schautafeln rund um Ursachen und Symptome entwickelt – einschließlich hilfreicher Tipps zur optimalen Prävention der Volkskrankheit Allergie. Den ersten Besucher begrüßten zur Premiere in der Volkshochschule der Stadt Düsseldorf
Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Verbraucherzentralen-Bundesverband Vorstand Gerd Billen und Helmfried Meinel, Bereichsleiter der Verbraucherzentrale NRW. Die Ausstellung ist Teil des "Aktionsplans gegen Allergien: Mehr Lebensqualität, bessere Information, optimale Prävention".
2007 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seinen Nationalen Aktionsplan gegen Allergien initiiert. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren hat man sich dabei zum Ziel gesetzt, das Allergierisiko in der Bevölkerung zu senken und gleichzeitig den Betroffenen das alltägliche Leben und den Umgang mit der Allergie zu erleichtern. "Eine wichtige Zielsetzung ist es, Allergiker und ihre Familien mit ihren Problemen nicht allein zu lassen", erklärte Staatssekretär Dr. Robert Kloos bei der offiziellen Eröffnung in Düsseldorf, "sondern ihnen Hilfestellungen für mehr Sicherheit und Lebensqualität im Alltag zu geben. Neben anderen Handlungsfeldern setzen wir dabei auch auf verbesserte Information." Das Konzept der Verbraucherzentralen, Wissenswertes in Form einer Ausstellung plakativ und ansprechend an die Menschen zu bringen, habe das Ministerium schnell überzeugt, dieses neue Angebot zu finanzieren: "Die Ziele des Aktionsplans können nur gemeinsam erreicht werden. Die Politik ist auf die aktive Mitwirkung und das Engagement aller gesellschaftlichen Akteure in diesem Bereich angewiesen. Auch die Eigenverantwortung von Verbraucherinnen und Verbrauchern für ihre Entscheidungen spielt eine wichtige Rolle. Die Allergie-Ausstellung leistet einen wichtigen Beitrag, verantwortungsvolles Verhalten zu stärken, in dem mögliche Problemfelder erkannt, Vorbeugung praktiziert und der Umgang mit der Allergie erleichtert wird", lobte der Staatssekretär und wünschte der Ausstellung viel Besucherresonanz.
Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, zeigte sich überzeugt, dass die Allergie-Ausstellung erfolgreich auf Tour gehen wird: "Der Verbraucherzentrale Bundesverband als Projektnehmer hat für fünf Verbraucherzentralen – Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen – diese Ausstellung koordiniert. Wir sehen, dass Verbraucher beim Thema Allergien einen hohen Informationsbedarf haben, und darum sind wir uns sicher, dass wir hiermit einen wahren Bestseller an den Start schicken." Die Ausstellung werde in Bibliotheken, Rathäusern, Volkshochschulen, Mütterberatungszentren und Schulen zu sehen sein.
"Fachliche Kompetenz, professionelle Umsetzung und bürgernaher Zugang der Verbraucherzentralen zu den Menschen sind Garanten, dass es mit der Ausstellung gelingt, Wissenswertes rund um Allergien zu vermitteln sowie die Entscheidungskompetenz der Betroffenen zu verbessern", unterzog Helmfried Meinel, Bereichsleiter bei der Verbraucherzentrale NRW, die Ausstellung zur Eröffnung einer Feuerprobe: Beim gemeinsamen Rundgang mit dem Premierenbesucher wurden Tafeln präsentiert und erläutert. So weist die Tafel "Modisches mit Folgen" darauf hin, dass Leder nicht jeder verträgt. Oder es ist zu erfahren, dass Make up nicht nur reizend ist, sondern unter die Haut gehen kann. Was bei Pollenalarm und Insektenstich blüht wird ebenso thematisiert wie ungebetene Untermieter, die in den eigenen vier Wänden lauern. Weiterer Schwerpunkt: Wie Allergien schon bei Säuglingen vorgebeugt werden kann oder was bei Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien zu beachten ist.
Die Ausstellung ist bis zum 28. Juli 2010 im Foyer der Volkshochschule Düsseldorf (Öffnungszeiten: montags bis freitags 11 bis 20 Uhr, samstags 11 bis 14 Uhr) zu sehen.
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