Der Speisenplan-Check basiert auf den Empfehlungen des
"DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Bei der Speisenplangestaltung wird ein Zeitraum von 20 Tagen (4 Wochen bei 5 Essenstagen pro Woche) betrachtet. In diesen 20 Tagen sollen folgende Kriterien berücksichtigt werden:
Täglich etwas Sättigendes in Form von Kartoffeln, Teigwaren, Reis oder anderen Getreideprodukten, davon:
- mind. 4-mal Vollkornprodukte
- max. 4-mal hoch verarbeitete Kartoffeln
Täglich Gemüse, Hülsenfrüchte, Salat oder Rohkost, davon:
- mind. 8-mal Rohkost oder Salat
Obst: mind. 8-mal
Milch und Milchprodukte: mind. 8-mal
Fleisch, Wurst, Fisch und Ei
- max. 8-mal Fleisch (davon max. 4 verarbeitete Fleischprodukte inkl. Wurstwaren)
- mind. 4 mal Seefisch (davon max. 2-mal fettreicher Seefisch)
- max. 2-mal ein Ei-Gericht
außerdem:
- max. 2-mal ein süßes Hauptgericht
- max. 4-mal frittierte und/oder panierte Produkte
Anleitung zur Durchführung des Speisenplan-Checks
Um den Speisenplan-Check durchzuführen, benötigen Sie einen Speisenplan über 20 Essenstage, unabhängig davon, ob sich die 20 Essenstage auf 4 Wochen oder einen längeren Zeitraum beziehen, falls an weniger als 5 Tagen in der Schule Mittagessen angeboten wird. Bieten Sie an Ihrer Schule mehrere Menülinien an (zwei oder mehrere Menüs zur täglichen Auswahl), so ist der Speisenplan-Check pro Menülinie durchzuführen. Mit dem Speisenplan-Check können Sie überprüfen, ob die Zusammenstellung Ihres Speisenplans der empfohlenen Häufigkeitsverteilung der einzelnen Menükomponenten entspricht. So können Sie z. B. auf einem Blick sehen, ob Ihr Speisenplan genügend Gemüse und Rohkost enthält oder vielleicht zu "fleischlastig" ist. Der Speisenplan-Check beinhaltet keine Nährwertanalyse.
Manche Menükomponenten können in der Zählvorlage nicht eingetragen werden. Hierzu gehören zum Beispiel Soßen oder Desserts, die nicht auf Milch bzw. Milchprodukt-Basis sind, wie z. B. die Soße bei der Currywurst, die bei Kindern beliebte "Götterspeise" oder Kuchen als Nachtisch. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie diese Menükomponenten bei der Speisenplangestaltung und -beurteilung nicht beachten müssen, da spätestens bei einer Nährstoffanalyse fettreiche Desserts und Soßen ordentlich zu Buche schlagen!
Nicht jede Menükomponente ist eindeutig zuzuordnen, z. B. wenn im Speisenplan nur das Wort "Fisch" steht, wissen Sie nicht, um welche Fischart es sich handelt und somit auch nicht, ob es ein fettreicher oder gar ein panierter Fisch ist. In diesem Fall müsste der Caterer bzw. der Hersteller gefragt werden. Daher ist eine genaue Bezeichnung der Menükomponenten wichtig!
Füllen Sie die Zählvorlage aus, indem Sie die einzelnen Menükomponenten pro Woche zusammenzählen. Falls Sie an Ihrer Schule nicht an jedem Werktag eine Verpflegung anbieten, also z. B. nur an drei Tagen in der Woche, zählen Sie die Menükomponenten für jeweils fünf Verpflegungstage zusammen.
Das heißt z. B.: "Wie oft werden in der 1. Woche (bzw. in den ersten fünf Verpflegungstagen) Stärkekomponenten im Speisenplan eingesetzt?" oder: Wie oft wird in der 2. Woche (bzw. in den zweiten fünf Verpflegungstagen) Gemüse/Rohkost eingesetzt?" u.s.w.
In der Zählvorlage gibt es Kriterien, die ausschließlich Rückschluss auf die Quantität (schwarz) geben, also wie häufig wird welche Komponente in 20 Essenstagen angeboten. Außerdem gibt es Kriterien, die zusätzlich etwas über die Qualität (blau) aussagen, z. B. "Vollkornprodukte" oder "fettreicher Fisch".
Dies hat zur Folge, dass einige Menükomponenten in der Zählvorlage mehr als einmal (bei unterschiedlichen Kriterien) gezählt werden. Hier zwei Beispiele:
Vollkornnudeln sind einmal bei "Stärkekomponenten" zu zählen und einmal bei "Vollkornprodukten". Weiße Nudeln können in der Zählvorlage nur bei "Stärkekomponenten" gezählt werden. Das Qualitätsmerkmal "Vollkorn" entfällt.
Currywurst wird in der Zählvorlage bei "Fleisch" und bei "Fleischerzeugnisse inkl. Wurstwaren" gezählt. Das Putenschnitzel dagegen wird nur beim Kriterium "Fleisch" gezählt.
Haben Sie alle Menükomponenten zusammengezählt und in der Zählvorlage eingetragen, können Sie erkennen, welche Kriterien in Ihrem Speisenplan mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung übereinstimmen und welche nicht.
Zur Optimierung Ihres Speisenplans sollten Sie sich überlegen, an welcher Stelle Sie Menükomponenten austauschen, weglassen oder ergänzen müssen, um den Empfehlungen näher zu kommen.
Tipps und Beispiele, wie Sie die Speiseplankomponenten variieren können, haben wir hier für Sie zusammengestellt
Optimierte Speisepläne finden Sie unter:
www.schuleplusessen.de. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an unsere Hotline wenden: 0211-3809 714 (Di. – Do. 10.00 – 16.00 Uhr) oder uns eine e-Mail schreiben: schulverpflegung@vz-nrw.de
VIEL ERFOLG!





XLS
PDF