vz/nrw Wer den alten Heizkessel durch eine effiziente Neuanlage ersetzen oder vom Öl auf eine Pelletheizung umsteigen will, stellt Weichen für die nächsten zwei Jahrzehnte: Investitionen und Folgekosten müssen da gut kalkuliert sein. Mit dem Heizsystemvergleich der Verbraucherzentrale NRW ist die überschlägige Schätzung nur einen Mausklick entfernt: Unter www.vz-nrw.de/heizsystemvergleich bietet sie online einen anschaulichen Kostenvergleich, um die Wirtschaftlichkeit von Heizsystemen zu beurteilen.
Aus 18 typischen Gebäuden – vom Einfamilien- bis zum Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten – kann beim Heizsystemvergleich ausgewählt werden, welches Gebäude der eigenen Immobilie am nächsten kommt. Ob gut, mittel oder schlecht saniert, ob viel oder eher wenig Wasser verbraucht wird – all dies lässt sich für das ausgewählte Gebäude mit Hilfe des Rechners an den tatsächlichen Energieverbrauch anpassen.
Für verschiedene Heizsysteme – Pelletheizungen, Brennwertheizungen, Solaranlagen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke – können dann Kostenvergleiche angestellt werden. Grafisch und in Tabellenform ist abzulesen, mit welchen Kosten für Heizung und Warmwasser beim jeweiligen Heizsystem zu rechnen ist. Berücksichtigt sind dabei nicht nur Investitions- und Energiekosten, sondern auch Wartungs- und Instandsetzungskosten. Der Rechner ermöglicht es zudem, interaktiv verschiedene Szenarien durchzuspielen, indem Parameter verändert werden: zum Beispiel angenommene Energiepreissteigerungen oder Förderkonditionen.
Die Frage, ob im Einzelfall der Umstieg von Erdgas auf Holzpellets günstiger ist oder man langfristig mehr spart, wenn statt einer Solaranlage für Warmwasser mit einer Wärmepumpe kostenlos Umweltwärme genutzt wird, kann verlässlich nur im Rahmen einer Energieberatung beantwortet werden: Denn genaue Analyse des Gebäudes und ein abgestimmter Sanierungsfahrplan
sind dafür erforderlich. Der Heizsystemvergleich erlaubt Sanierungswilligen aber eine erste überschlägige Schätzung, ob sich höhere Anfangsinvestitionen durch niedrige Brennstoffkosten über längere Zeit gesehen auszahlen.
Der Heizsystemvergleichsrechner wurde mit finanzieller Förderung durch die Europäische Union, das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und die Stadt Düsseldorf erstellt.
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