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Ratgeber zum Thema:

Titelbild des Ratgebers Pause mit Genuss

Pause mit Genuss


5,00 EURO
44 Seiten

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Pausenverpflegung durch Schulkiosk und Cafeteria

Viele Kinder und Jugendliche frühstücken schon sehr zeitig morgens und harren zum Teil ohne Zwischenmahlzeit bis zum Mittagessen aus, welches oft erst am frühen Nachmittag ansteht. Andere Schüler/innen gehen sogar ohne Frühstück oder nur mit "Brötchengeld" versorgt zur Schule. Davon profitieren zwar Bäcker, Kioske und Supermärkte, aber die optimale Ernährung bleibt hier meist auf der Strecke.
Ein ansprechender Schulkiosk, in dem eine gesundheitsfördernde, bedarfsgerechte Pausenverpflegung, aber auch Wünsche der Schüler bekannt sind und erfüllt werden, kann wesentlich zu einer besseren Ernährungssituation an der Schule beitragen. Allerdings fehlen den Schulkioskbetreibern häufig die Motivation und das Wissen, neben Würstchen und Süßigkeiten auch gesunde Lebensmittel anzubieten.

Welche Bedeutung hat die Zwischenverpflegung für die Leistungsfähigkeit?

Im Gegensatz zu Erwachsenen können Kinder Nährstoffe nicht so lange speichern. Daher sind Sie auf mehrere Mahlzeiten am Tag angewiesen, um leistungsfähig zu bleiben.
Nur Schüler/innen, die morgens frühstücken und im Laufe des Tages für Energienachschub sorgen, sind leistungsfähig und können sich konzentrieren.
Von zentraler Bedeutung ist neben einer optimalen Lebensmittelauswahl auch die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag. Snacks am Vor- und Nachmittag mildern Leistungsabfälle zwischen den Hauptmahlzeiten und sorgen dafür, dass selbst am Nachmittag noch ausreichend Energie für Schule, Sport und Freizeitspaß vorhanden ist (siehe Grafik.)

Graphik


Wie sieht ein ausgewogenes und zielgruppengerechtes Speisen- und Getränkeangebot für die Zwischenverpflegung aus?

Bei der Auswahl des Speise- und Getränkeangebots sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Schüler/innen im Ganztag nehmen bis zu 3 Mahlzeiten und somit einen Großteil der täglichen Nahrung in der Schule zu sich. Somit hat die Schule die Möglichkeit Einfluss zu nehmen auf das Ernährungsverhalten der Schüler/innen. In unserer Gesellschaft, in der auch Kinder und Jugendliche zunehmend von Übergewicht und Adipositas betroffen sind, ist es wichtig, dass sie gesundheitsfördernde Essgewohnheiten entwickeln. Das, was im Unterricht z. B. in Ernährungslehre vermittelt wird, sollte auch in der Schulverpflegung umgesetzt werden.

Für die Pausenverpflegung eignen sich besonders folgende Lebensmittel:

Lebensmittelgruppe Vorschlag für Schulkiosk und Cafeteria
Getränke Mineralwasser, Fruchtschorlen, Früchte- und Kräutertees, evtl. Tee und Kaffee für die älteren Schüler/innen und Lehrer/innen
Brot, Getreideflocken Vollkornbrötchen, Vollkornbrot, Müslimischungen mit Getreideflocken, Sesam, Leinsamen, gehackten Nüssen
Gemüse, Salat Rohkostsalate, Gemüsestücke oder -stifte zum "Dippen", Gemüsespieße oder Salat zum Brot
Obst frische Obstarten der Saison, Früchtespieße, Obstsalat
Milch, Joghurt, Käse Milch, Buttermilch, Milchmixgetränke ohne Zucker, Joghurt, Dickmilch, Quarkspeisen, Brot mit Käse
Fleisch, Fisch, Eier Ei, magere Wurst oder Fisch als Brotbelag mit Salatkomponente
Fette, Öle Öl als Salatdressing, wenig Butter als Brotaufstrich


Mehr Informationen zum Speisen- und Getränkeangebot in der Schule finden Sie in den "Qualitätsstandards für die Schulverpflegung" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unter Link öffnet in neuem Fenster

Kiosk, Cafeteria oder Automaten? – Wie kann die Zwischenverpflegung in der Schule organisiert werden?

Die Zwischenverpflegung sollte immer im Zusammenhang bzw. als Ergänzung der Mittagsmahlzeit gesehen werden. Besteht an der Schule bereits ein Mittagsangebot bzw. eine Mensa, macht es Sinn, das Pausenangebot von dort aus anzubieten. Das hat den Vorteil, dass vorhandene Strukturen genutzt werden können und die Mensa zum zentralen Treffpunkt wird.

Neben dem Verkauf in der Mensa, sind auch andere Organisationsformen möglich. In vielen Schulen findet die Pausenverpflegung am Schulkiosk, einer kleinen festen oder mobilen Verkaufsstelle, statt, der häufig vom Hausmeister oder Caterer betrieben wird.
In einigen Schulen kümmern sich aber auch die Eltern, ehrenamtlich um die Pausenverpflegung. Im Lehrer-Schüler-Modell liegt die Verantwortung hauptsächlich bei den Lehrern/innen und Schülern/innen. Die Speisen können beispielsweise im Hauswirtschaftsunterricht zubereitet und so in den Unterricht eingebunden werden. Voraussetzung ist, dass alle Mitwirkenden unerheblich in welchem Umfang sie an der Speisenzubereitung und dem Verkauf beteiligt sind, die geltenden hygienerelevanten Bestimmungen einhalten. Dazu gehören auch regelmäßige Schulungen zur Lebensmittelhygiene und Infektionsschutzgesetzt.

Eine Cafeteria, die im Gegensatz zum Kiosk einen Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten bietet, ist für die Einnahme der Pausenverpflegung sehr beliebt. In der Cafeteria werden vielfach Speisen mit Selbstbedienungscharakter präsentiert. Schüler/innen und Lehrer/innen können sich hierbei aus einen Speisenangebot bedienen, das in entsprechenden Vitrinen oder Büfetts angeboten wird.

Auch eine Zwischenverpflegung ohne Personal über Automaten ist möglich. Dabei sind der Produktpalette kaum Grenzen gesetzt. Das schafft für die Schüler/innen eine große Flexibilität, andererseits lässt sich eine pädagogische Einflussnahme beim Verkauf hier nur über das Angebot selbst erreichen.
Schulen können Automaten bei speziellen Fachfirmen der Vending-Branche ordern. Bevor Schulen sich für eine Automatenverpflegung entscheiden, sollten sie sich gut informieren, inwiefern sie Einfluss auf das Angebot nehmen können. Informationen dazu gibt es beim Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e.V. unter Link öffnet in neuem Fenster

Für Welche Variante sich Schulen entscheiden ist u. a. eine Frage von Art und Umfang des Speisen- und Getränkeangebotes und vom Platz, der zur Verfügung steht.


Wie wird die Zwischenverpflegung zum Erfolgsschlager? Mehr Akzeptanz durch:

  • Mitbestimmungsrecht von Schüler/innen:
  • Neben den gesundheitlichen Aspekten sollten auch die Wünsche der Schüler/innen nicht vergessen werden. Wenn Knabbereien angeboten werden, sind Müsliriegel ohne Schoko, Trockenfrüchte, Nüsse oder Vollkornkekse empfehlenswert.
  • Attraktive Präsentation von Speisen:
  • Eine "coole" Darbietungsform kann gesunde Lebensmittel attraktiv machen, wie z. B. Obst als Früchtespieße und Rohkostgemüse mit Kräuterquark zum Dippen. Schließlich isst das Auge mit.
  • Einbindung von Schüler/innen:
  • Die Erfahrung zeigt, dass Schüler/innen gerne mithelfen. So lernen sie Pflichtbewusstsein, Teamfähigkeit und soziale Verantwortung. Die Schüler/innen können sich stärker mit dem Speisenangebot identifizieren. Schließlich schmeckt selbst zubereitetes Essen immer am besten!
  • Schaffung einer Wohlfühlatmosphäre:
  • Schulmensen, Cafeteria und Kiosk werden von Schüler/innen oft als zentrale Treffpunkte verstanden, an dem sie sich austauschen können. Entspricht die Raumgestaltung den Bedürfnissen und dem Lebensgefühl der Kinder und Jugendlichen, werden Sie sich gerne dort aufhalten.
  • Schülergerechte Preise:
  • Die Preise entscheiden letztendlich darüber, ob die Speisen gekauft werden, dabei darf das Portemonnaie nicht überstrapazieren werden.

    Literaturtipp: Pause mit Genuss – praktische Anregungen für Schulkiosk und Cafeteria. Link öffnet in neuem FensterDownload

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