Fast 200 Supermärkte, Drogeriemärkte und Discounter in Nordrhein-Westfalen, die Energiesparlampen im Angebot haben, nahm die Verbraucherzentrale NRW unter die Lupe. Es wurde geprüft, ob und wie alte Energiesparlampen zurück genommen werden und in welcher Form darauf hingewiesen wird. Der Marktcheck wurde sowohl 2010 als auch 2011 durchgeführt, um zu sehen, ob sich die Rücknahmesituation verbessert hat. Das Fazit: Die Situation ist kaum besser geworden. Nahmen 2010 51 Prozent der untersuchten Geschäfte Energiesparlampen zurück, waren es in 2011 59 Prozent. Und ein aktueller Blick auf einzelne Branchen zeigt: Während fast 95 Prozent der Baumärkte Rücknahmebereitschaft zeigen, dümpeln beispielsweise Supermärkte und Discounter mit knapp 28 bzw. 24 Prozent im unteren Bereich herum. Hier müssen müssen Kunden ihre Lampen also in nahezu drei Vierteln der Fälle wieder mit nach Hause nehmen.
Kunden können Rückgabemöglichkeit oft nicht erkennen
Ein wesentliches Problem ist nach wie vor, dass Kunden vielfach von einer Rückgabemöglichkeit für Energiesparlampen gar nichts mitkriegen: Weist ein Geschäft nicht deutlich sichtbare Sammelboxen im Eingangsbereich auf, braucht es schon gesonderte Hinweise. Andernfalls müssen Kunden gezielt nachfragen, ob sie ihre sparsamen Leuchten dort loswerden können. Im Marktcheck waren nur in jedem vierten Geschäft Sammelboxen aufgestellt – nicht viel, aber immerhin eine Steigerung um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und nur 10,5 Prozent der Geschäfte, die Altlampen zurücknehmen, weisen per Informationstafel darauf hin. 6 Prozent mehr als 2010, aber eindeutig zu wenig.
Mehr Rückgabestellen, bessere Hinweise
Anfang 2010 verpflichteten sich die Kommunalen Spitzenverbände, die Recyclingsysteme und Recyclingdienstleister, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie die Handwerks- und Handelsverbände im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung dazu, "die Verbraucherfreundlichkeit der Rückgabemöglichkeiten weiter zu verbessern" und "die Sammelquote von Altlampen in Deutschland deutlich zu erhöhen." Der Marktcheck macht nun deutlich, dass dies von Seiten des Einzelhandels nicht in ausreichendem Maße erfüllt wurde: Die freiwilligen Rückgabemöglichkeiten im Handel sind im Vergleich zu 2010 nicht bedeutsam angestiegen, und die bereits vorhandenen Angebote werden kaum beworben bzw. kommuniziert. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale NRW sind daher vor allem mehr Rückgabestellen in Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten sowie deutlich sichtbare Hinweise in allen Geschäftstypen erforderlich.
Hintergründe und Ergebnisse des Marktchecks im Einzelnen finden Sie hier zum Download:


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